13.09.2018

BL

S04 hat wieder mehr Mitglieder als der BVB

Foto: Firo

2016 zog der BVB in Sachen Mitgliederzahl an Schalke vorbei und schien dem Revierrivalen zu enteilen. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet.

Für den Freitag hat sich Borussia Dortmund eine Überraschung ausgedacht. Im Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/Eurosport-Player) sollen die Schwarz-Gelben ein besonderes Trikot tragen: „Borussia verbindet – gemeinsam gegen Rassismus“ wird auf der Brust stehen, die der BVB-Hauptsponsor Evonik zu diesem Anlass freiräumt.

Borussia verbindet – und zwar derzeit rund 154 000 Mitglieder. Diese Zahl wurde im Juli angegeben und seitdem, so heißt es aus dem Klub, hat sich daran nicht allzu viel getan. Und das hat zur Folge, dass der BVB nur noch drittgrößter Verein Deutschlands ist. Hinter dem FC Bayern München mit rund 290 000 Mitgliedern und inzwischen auch wieder hinter Schalke 04. Dort kann man die Zahl exakt beziffern, 156 110 Mitglieder waren es gestern.


Schalke freut sich über den Mitgliederzuwachs

„Wir freuen uns über diese hohe Zahl, die zeigt, wie viele S04-Fans durch die Mitgliedschaft ihre enorme Verbundenheit mit dem Verein ausgedrückt haben“, sagte Finanzvorstand Peter Peters dieser Zeitung.

Und obwohl sie es nicht sagen, freut es sie in Gelsenkirchen natürlich besonders, dass sie wieder knapp vor dem Ruhrgebietsrivalen liegen. Denn der hatte es durchaus genüsslich zelebriert, als er 2016 erstmals seit langer Zeit an Schalke vorbeizog: „Wir sind jetzt der zweitgrößte Verein Deutschlands, wir haben die Blauen abgehängt und die werden uns auch nie wieder erreichen“, hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Mitgliederversammlung 2016 verkündet.

Schalke zog auch sportlich vorbei

Es war eine Vorhersage, die angesichts der damaligen Entwicklung nur logisch schien: Der BVB wuchs schneller, war sportlich erfolgreicher und Dauergast in der Champions League sowie im DFB-Pokalfinale. Doch Schalke ließ sich nicht abhängen, zog erst sportlich in der Bundesliga vorbei – und dann auch wieder bei der Mitgliederzahl.

Autor: Sebastian Weßling und Christoph Winkel

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