Die Beziehung zwischen Fußball-Oberligist Rot-Weiß Erfurt und Trainer Robin Krüger will einfach nicht klappen. Auch im zweiten Anlauf scheiterte die Liaison. Der 31-Jährige musste RWE nach nur drei Spieltagen verlassen.

Nach nur drei Spielen

Rot-Weiß Erfurt: Robin Krüger ist wieder weg

07. September 2020, 09:29 Uhr
Robin Krüger war einst jahrelang Co-Trainer bei Rot-Weiss Essen. Foto: Thorsten Tillmann

Robin Krüger war einst jahrelang Co-Trainer bei Rot-Weiss Essen. Foto: Thorsten Tillmann

Die Beziehung zwischen Fußball-Oberligist Rot-Weiß Erfurt und Trainer Robin Krüger will einfach nicht klappen. Auch im zweiten Anlauf scheiterte die Liaison. Der 31-Jährige musste RWE nach nur drei Spieltagen verlassen.

Der FC Rot-Weiß Erfurt musste lange kämpfen, um überhaupt in der Oberliga-Saison 2020/2021 an den Start zu gehen. Franz Gerber (66), Vater von Ex-Profi Fabian Gerber (40, früher u.a. St. Pauli, Ingolstadt, Mainz), ist als Investor beim thüringischen RWE eingestiegen und ermöglichte es, dass Erfurt in der Oberliga spielen kann.

Gerber, der Robin Krüger aus der Vergangenheit gut kannte, holte den 31-jährigen Moerser zurück nach Erfurt. Denn dieser hatte die thüringische Hauptstadt Ende Juni 2020 eigentlich nach zwei Jahren als U19-Trainer und Interimscoach der Ersten Mannschaft verlassen. Zum Ärger vieler RWE-Fans. RevierSport berichtete darüber.

Wenige Wochen später holte Investor Gerber, den bei den Fans so beliebten Krüger zurück. Doch nach nur drei Spieltagen - einem Remis und zwei Niederlagen - ist Krüger wieder weg. Warum?

"Ich möchte mich dazu gar nicht äußern. Nur so viel: Ich bin nicht zurückgetreten und hoffe, dass wir uns gütlich einigen. Ich habe bislang im Hotel gelebt und bin wieder zurück in meine Heimat Moers gefahren, um die Gedanken zu sortieren. Mehr habe ich aktuell nicht zu sagen", erzählt ein enttäuschter Krüger gegenüber RevierSport.

Nach RS-Informationen ist in den letzten Wochen in Erfurt einiges schief gelaufen, was letztendlich zum Krüger-Aus führte. Wie unsere Redaktion erfuhr, wurde plötzlich nach nur drei Spieltagen das Ziel geändert. Statt sich im ersten Oberliga-Jahr zu konsolidieren, sollte plötzlich der Aufstieg her. Am Rande: Krüger hatte 13 Tage vor dem Saisonbeginn gerade einmal 13 Spieler unter Vertrag. Die meisten dieser Akteure kamen aus dem eigenen Nachwuchs.

Zudem soll sich Investor Gerber zunehmend in die Mannschaftsaufstellung des Trainers eingemischt haben. Zu guter Letzt sollte Krüger degradiert werden - vom Chef- zum Co-Trainer. Nun trennten sich die Wege von RWE und Krüger gänzlich.

Langjährige RWE-Vergangenheit

Krüger arbeitete zwischen Juli 2009 und Januar 2017 siebeneinhalb Jahre für Rot-Weiss Essen. Dabei war er nicht nur als Co-Trainer für die U17- und U19-Mannschaft von RWE verantwortlich, sondern arbeitete sich sogar in den Trainerstab der Essener Regionalligamannschaft hoch. Er fungierte u.a. als Assistent von Waldemar Wrobel und Marc Fascher. Krüger war seiner Zeit der jüngste Co-Trainer der Regionalliga West. Jetzt kehrt er wieder nach Moers zurück.

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