Trotz zweimonatiger Corona-Pause geht die Krise des MSV Duisburg weiter. Das 1:1 gegen Jena deckte erneut viele Schwächen auf. Der dünne Kader des Drittligaspitzenreiters könnte noch zum Problem werden.

3. Liga

MSV Duisburg: Dünner Kader! Geht den Zebras die Puste aus?

Fabian Kleintges-Topoll
04. Juni 2020, 09:24 Uhr
Duisburgs Arne Sicker musste gegen Jena verletzt raus. Foto: firo

Duisburgs Arne Sicker musste gegen Jena verletzt raus. Foto: firo

Trotz zweimonatiger Corona-Pause geht die Krise des MSV Duisburg weiter. Das 1:1 gegen Jena deckte erneut viele Schwächen auf. Der dünne Kader des Drittligaspitzenreiters könnte noch zum Problem werden.

Vor Beginn der laufenden Drittligasaison fragten sich viele MSV-Anhänger: Ist der runderneuerte Kader stark und breit genug aufgestellt, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen? Die Zweifel lösten sich schnell auf. Die Zebras überzeugten vom ersten Spieltag an und setzten sich schnell oben fest. Die Tabellenführung hält die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht nun schon seit dem 14. Spieltag inne.

Rückschläge gehörten im Lernprozess der Mannschaft dazu, so räumten es Spieler, Trainer und Verantwortliche oft genug ein. Die sportliche Krise, die der MSV derzeit durchlebt, lässt die Skepsis wieder größer werden. Der Vorsprung der letzten Wochen wurde verspielt. Gerade mal sechs Punkte trennen den Tabellenführer von der Wedau noch vom elften Tabellenplatz. Das Power-Programm, das allen Drittligisten bis zum letzten Spieltag Anfang Juli bevorsteht, könnte den Zweitliga-Absteiger noch ernsthaft in die Bredouille bringen.

Einer der Gründe: Das Verletzungspech im ohnehin schon dünnen Kader. Jeder Ausfall schmerzt in dieser Phase gleich doppelt. Yassin Ben Balla und Vincent Gembalies, die am Sonntag in München noch einer Zwangspause ausgesetzt waren, kehrten zwar gegen Jena in die Mannschaft zurück. In Arne Sicker (28.) und Marvin Compper (zur Halbzeit) mussten am Dienstag zwei weitere Leistungsträger früh vom Feld.

Sicker und Compper drohen auszufallen

"Das ist der größte Kampf, den wir haben werden, dass alle Jungs fit bleiben", sagte Torsten Lieberknecht am Mikrofon von Magenta Sport. Bei Arne Sicker machte "der Muskel zu", Ex-Nationalspieler Compper plagt sich immer wieder mit Wadenproblemen herum. Der Routinier hätte laut Lieberknecht "keinen Schritt mehr gehen können". Ob beide am Samstag gegen Chemnitz auflaufen können, ist aufgrund der kurzen Zeit mehr als fraglich.

"Wir haben mit beiden stabile Spieler verloren. Man darf auch nicht vergessen, dass Vincent Gembalies (eingewechselt für Compper, Anm. d. Red.) immer noch in seiner ersten Saison ist und direkt seinen Mann stehen muss", fügte Lieberknecht hinzu. Bisher konnte der 46-Jährige Ausfälle stets kompensieren. Seine Experimente, Arnold Budimbu verteidigte zuletzt als Offensivspieler hinten rechts, gingen zumeist auf. Doch nach dem Saisonaus von Joshua Bitter und Petar Sliskovic dürfen keine weiteren schweren Verletzungen folgen.

Nicht umsonst sagte Lieberknecht. "Die Jungs brauchen meine Unterstützung." Der Trainer sieht sich in dieser schwierigen Phase in der Pflicht. Nun gilt es aus dem dünnen Kader das Optimale herauszuholen, um das große Ziel noch realisieren zu können. Denn: "Mit gesenktem Kopf herumzulaufen, das wäre nicht der MSV", stellte Lieberknecht klar.

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Kommentieren

07.06.2020 - 03:09 - Marie L.

Haha @lapofgods
Klasse Konter- Kommentar :)
Ich schreibe dazu nur folgendes:
Sie Überdingen !!!!!!!
Ein Retterspiel "Söldner KFC " wird es bestimmt geben. Nähmlich dann, wenn der Sponsor in den Osten abwandert :)

P.S. Wenn der MSV aufsteigt, benötigen die Parkplätze !!!! Da kann sich der KFC mal ein paar € verdienen :) Lach mich wech :)

04.06.2020 - 15:29 - lapofgods

Der Zuschaueransturm, den der PFC auslöst, könnte nicht mal einen Bezirksligisten retten. Selbst in Krefeld nicht.

04.06.2020 - 14:16 - Alt Zebra

Die Mannschaft ist in einem Desolaten zustand ,wie kann es sein das soviele Spieler Verlezungen haben die ohne Fremdeinwirkungen sind.Warum haben nur wenige Fitnis für 90 Minuten?Was hat Lieberknecht in der Vorbereitung gemacht.Ein Daschner ,Stoppelkamp stehen total neben sich kaum Laufbereitschaft laufen rum als wenn sie die großen Stars sind .Und das schlimmste dieser Unfähige Trainer Redet alles schön .Mann kann garnicht alle Baustellen aufzählen wofür der Trainer die Schuld Trägt sonst bräucht man Stunden.Wenn ich schon höre wir sind ja noch erster dann könnte ich Kotzen ,mit noch einer Niederlage können wir schon 4 oder 5 sein.Gegen Chemnitz muß eine Mannschaft auf dem Platz stehen die den Willen hat um jeden Zentimeter zu Kämpfen auch wenn das heißt Leute wie Stoppelkamp und Dachner sitzen auf der Bank.Dann lieber einer aus der U 19 die noch brennen für den Erfolg.Vieleicht hat ja Chemnitz mal eine schlechten Tag was ich nicht glaube dann können wir vieleicht mal Gewinnen.

04.06.2020 - 13:50 - Überdingen

Bald kommen wir zum Retterspiel...dann wirst Du froh sei;)))

04.06.2020 - 13:21 - lapofgods

Vor allen Dingen bin ich froh, dass ich kein Uerdinger bin. Sehr froh sogar.

04.06.2020 - 13:14 - Überdingen

Kommt...froh sein das schon genug Punkte gegen den Abstieg im Sack sind;)

04.06.2020 - 12:26 - Besserwisser64

Mit gesenktem Kopf herumlaufen, übernehmen dann jetzt nach den dürftigen Leistungen die Fans...

04.06.2020 - 11:33 - lapofgods

Das war zu befürchten. Nur nicht, dass es gleich so dicke kommt (4 Verletzte nach 2 Spielen). Dazu noch Leistungsträger der Hinrunde wie Stoppelkamp und Daschner weiterhin ohne Form. Das kann gar nicht reichen.