Der frühere FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer hat das Verhalten von Spielern und Trainern während der Partien der Fußball-Bundesliga heftig kritisiert.

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"Kriegsähnliche Zustände" - Ex-Schiri Kinhöfer kritisiert Spieler und Trainer

14. November 2019, 08:14 Uhr

Foto: firo

Der frühere FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer hat das Verhalten von Spielern und Trainern während der Partien der Fußball-Bundesliga heftig kritisiert.

„Wir haben eine unfassbare Aggression auf dem Platz“, sagte der 51-Jährige der Bild-Zeitung: „Das sind mittlerweile kriegsähnliche Zustände. Ich frage mich immer, was die genommen haben, um so von null auf 100 zu kommen.“

Nach Ansicht Kinhöfers müsse man sich bei diesen „Vorbildern“ nicht wundern, „dass im Amateurfußball Woche für Woche Schiedsrichter beleidigt, bedroht und verprügelt werden“. Laut dem Ex-Referee, der die Trainer Friedhelm Funkel, Pep Guardiola und Jürgen Klopp namentlich kritisiert, sind „fairer Umgang auf dem Spielfeld, Respekt gegenüber den Gegenspielern und Schiedsrichtern nur leere Worte“. sid

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14.11.2019 - 18:34 - krayerbengel

Kinnhöfer hat vollkommen recht, weder Streich noch der be "Kloppt" sind Kinder von Traurigkeit und heizen ihre Spieler durch ihr Verhalten an der Linie zusätzlich auf. Bin gespannt wann in der Bundesliga der erste Schiri was auf der Fr... bekommt. Da müssten viel mehr Spieler bei ihrem disziplinlosen Verhalten vom Platz fliegen. Warum wird nicht wie im Handball mehr Disziplin durchgesetzt? Wer meckert fliegt eine Weile vom Platz. Das Benehmen der Spieler ist unter aller Sa... und kein Vorbild für den Sport. Als Entschuldigung kommt immer der Spruch von den Emotionen, auch von Streich. Was soll das denn heißen, alles nicht so schlimm, ist halt Fußball. Mit Emotionen entschuldigen sich auch sonstige Schläger und Chaoten.

14.11.2019 - 16:52 - schalke mlenza

die Bundesliga Schiris sind doch selbst schuld an der Situation. Schauspielereien oder Reklamieren und Rudelbildung werden trotz alljährlicher Androhung gar nicht geahndet.
Unsportlichkeiten werden nicht nur toleriert sondern auch noch hofiert. Provokateure gehen immer straffrei aus, während die provozierten gnadenlos bestraft werden.

14.11.2019 - 10:56 - Außenverteidiger

:D Schau mal einer an. Die Fassade bröckelt. Meine Worte. Wer diese Trainer und Spieler genau beobachtet, sieht nur Wut und Hass. Die Außenmikros werden nicht umsonst abgeschaltet oder bleiben unter Verschluss. Genauso wie die Mikroanweisungen der Schiedsrichter. Man könnte die Worte ja mithören. ;)

Die Emotionen werden genutzt um schweres asoziales Verhalten zu rechtfertigen.

Was die verantwortlichen Spieler genommen haben, müsste er eigentlich wissen. Es ist hinlänglich bekannt, wie Leistungssportler Medikamente nehmen. Legal oder illegal ist erst einmal zweitrangig. Viele legale Schmerzmittel machen langfristig aggressiv und werden intensiv eingenommen. (Ibo...)

Was mich an der Situation am meißten stört? Wie können Spieler, die vom Fußball leben, noch so viel Luft haben um sich mit Reden zu beschäftigen? Da wundern sich leider kaum Fans drüber.

14.11.2019 - 09:56 - Lackschuh

Eier kann man Herrn Kinhöfer nicht absprechen - traut sich jedenfalls etwas und das ist ja seltener geworden!