3. Liga

KFC Uerdingen: Fans zeigen einmal mehr Rückgrat

Leon Peters
02. April 2021, 09:20 Uhr
Foto: firo

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Damit die Sanierung der Krefelder Grotenburg so schnell wie möglich vonstatten geht, haben sich nun über 180 ehrenamtliche Helfer bereit erklärt, bei den Umbauarbeiten mitzuwirken.

Er ist ein Dorn im Auge eines jeden, der es entweder mit dem KFC Uerdingen hält oder direkt für ihn verantwortlich ist - sei es als Spieler, Trainer oder Funktionär: Der Fakt, dass die Krefelder auch mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Aufstieg in die 3. Liga immer noch nicht in ihrem eigenen Stadion spielen können. Der Einstufung der Grotenburg als Sanierungsfall folgten endlose Ausweich-Odysseen nach Duisburg, Düsseldorf und inzwischen nach Lotte, denn aktuell trägt Uerdingen seine Heimspiele im FRIMO-Stadion am Autobahnkreuz aus.


Das Ende dieser Odyssee wurde dem KFC nun Mitte März in Aussicht gestellt, als der Rat der Stadt Krefeld die Wiederaufnahme der Sanierungsarbeiten am Stadion genehmigte, die zuvor aufgrund von Ungereimtheiten in der Berechnung der Kosten des Unterfangens auf Eis gelegt worden waren. Somit war beim Beschluss zur Fortsetzung der Arbeiten auch klar, dass die um eine Million heruntergeschraubten Mehrkosten von sechs Millionen Euro genehmigt werden. Die Fertigstellung der altehrwürdigen Grotenburg wurde allerdings erst auf den April 2022 geschätzt - der Haken an der ansonsten positiven Meldung für den bislang von Negativschlagzeilen nicht unbedingt verschont gebliebenen KFC.

Nun aber zeigen die Fans des Drittligisten einmal mehr Rückgrat und kündigten ihre freiwillige Mithilfe am Umbau der Spielstätte an. Dass sich der KFC auf seine Anhänger verlassen kann, bewiesen diese erst kürzlich, als durch eine spontane Spendenaktion über 11.000 Euro zusammen kamen. Jetzt gab der Verein bekannt, dass über 180 Fans der Stadt helfen und mit anpacken wollen, damit die Rückkehr in das eigene Stadion "schnellstmöglich" vollzogen werden kann. 

Weitere freiwillige Helfer gesucht

Die Verantwortlichen, Spieler und Mitarbeiter des Klubs zeigen sich begeistert von der Initiative ihres Fanlagers. "Das ist ein klares Zeichen des großen Zusammenhalts der KFC-Fans", wird der kürzlich in den Vorstand gewählte Präsident der Noah Group, Roman Gevorkyan, in einer Mitteilung zitiert. "Wir sind überwältigt, wie die Fans zum Klub stehen und jeder seinen Teil zur Heimkehr und zum künftigen Erfolg beitragen möchte. Danke dafür." 


Ein besonderer Dank des Klubs gehe an die Initiatoren Martin Kühr und Marius Savic, die der Stadt das Projekt in dieser Woche vorgestellt und dann "grünes Licht" erhalten hatten. Bereits Anfang Januar sollen sich die Bauleiter mit ihrem Team, bestehend aus Handwerkern, Bauleitern und Ingenieuren, erstmals an Oberbürgermeister Frank Meyer gewandt und ein Projekt in Eigeninitiative vorgeschlagen haben - damals blieb das Angebot laut Informationen des Portals "Fupa" zunächst lange unbeantwortet.

Jetzt dürfen Kühr und Savic allerdings loslegen. "Das Feedback der Stadt war wirklich sehr positiv", berichtet Kühr über die jüngsten Gespräche. Von den Fans ist er ebenso wie die Verantwortlichen des KFC beeindruckt. "Da sind sogar einige dabei, die dafür Urlaub nehmen würden", sagt Kühr. "Ich bin stolz auf die Einsatzbereitschaft unserer Fanszene."
Die jetzt einige Arbeiten in Eigenregie durchführen dürfen soll: Zu nennen sind da voraussichtlich das Montieren von Sitzschalen, das Renovieren des Spielertunnels oder das Errichten von Fahrradständern. Wann welche Arbeiten erfolgen sollen, werde aktuell im Austausch mit der Stadt beraten. Was sicher ist: Jeder ehrenamtliche Helfer mit KFC-Fabel ist eingeladen, zu helfen - die Anmeldung und die Hinterlegung der Daten erfolgt hier.

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04.04.2021 - 11:32 - Ömmes V.

Als KFC-Fan steht man auch grad eher da wie die Frau, die ihren Mann nicht verlässt obwohl der sie jeden Abend besoffen windelweich schlägt. Da wäre das fehlende Bein ja noch die erträglichere Variante. Die Fans sollten vielleicht mal zum AFC nach Wimbledon schauen. Bei so viel Engagement in Krefeld wäre das vielleicht auch ein Geschäftsmodel welches den Fans gerecht würde. Anstatt krampfhaft an diesem doch sehr brüchigen Konstrukt KFC festzuhalten...

03.04.2021 - 08:23 - @Jane

Hier wird es immer lustiger ! Bierchen erzählt uns was über Gehirnzellen. Was kommt als Nächstes ? Schimpansen erklären Kernphysik ?

02.04.2021 - 16:49 - asaph

Respekt, wer's selber macht!

02.04.2021 - 16:20 - Überdingen

Danke euch den fairen sportsleuten hier.
Lintfort....bei der wahl eines vereins...ist es wie bei deiner frau...die verlässt du ja auch nich wenn die en bein verliert;)
Orginal spruch vom msv-fan...YouTube; )

Ansonsten.....Bierchen und feignico.....bitte zur baustelle...in euren farben....ich komm auf euch zu...gibt waffeln;)

02.04.2021 - 14:38 - Schmerzfrei Lintorf 1902

Bei allem Unverständnis für diesen Verein, seine früheren und kürzlichen Hauptdarsteller und wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, KFC-Fan zu werden: diese Unterstützung verdient meinen Respekt. Vielleicht darf ich ja tatsächlich noch mal ein Heimspiel meines MSV in der Grotenburg erleben

02.04.2021 - 14:13 - RWEimRheingau

Respekt Euch Fans des KFC!

02.04.2021 - 13:30 - Ingo Thomas vom REWE

Bierchen, bei dir gab es wohl das ein oder andere zuviel....in der Kindheit.

Respekt an die KFC-Fans! Wenn die Stadt nicht tätig wird, muss man es eben selber richten.

Beitrag wurde gemeldet

02.04.2021 - 12:54 - Bierchen

Bei einem normalen Fußballverein JA.

Aber bei aller Liebe:
Wer für ein solches Abzocker- Konstrukt
auch nur einen Finger krumm macht,
dem ist mit seiner einen Gehirnzelle
eh nicht mehr zu helfen gewesen!

Dieser Beitrag wurde gemeldet und wird von der Redaktion geprüft.

02.04.2021 - 11:28 - ata1907

Stimmt.
180 freiwillige Helfer ist schon durchaus ordentlich.
Irgendwann sehen wir uns in der Grotenburg wieder. Oberhalb Regionalliga!

02.04.2021 - 11:19 - Schimmel07

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