Dynamo Dresden hat es Torwart Kevin Broll zu verdanken, dass es einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte. Dynamo agiert beim FC St. Pauli wie schon eine Woche zuvor nicht zweitligareif.

2. Bundesliga

Dresden-Fans randalieren massiv auf St. Pauli

14. Februar 2020, 22:59 Uhr

Foto: dpa

Dynamo Dresden hat es Torwart Kevin Broll zu verdanken, dass es einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte. Dynamo agiert beim FC St. Pauli wie schon eine Woche zuvor nicht zweitligareif.

Dynamo Dresden bleibt das schwächste Auswärtsteam der 2. Fußball-Bundesliga. Auch beim FC St. Pauli konnte das Schlusslicht am Freitagabend nicht gewinnen und bleibt damit als einzige Zweitliga-Mannschaft auf fremden Platz ohne Sieg. Letztlich hatte es das Team von Markus Kauczinski Torwart Kevin Broll zu verdanken, dass es in Hamburg zu einem torlosen Remis reichte.

Nach dem Abpfiff gab es unschöne Szenen im Dresdner Fan-Block. Einige Dynamo-Anhänger randalierten und versuchten, zu St. Pauli-Fans zu kommen. Erst der massive Einsatz der Polizei und von Ordnungskräften beruhigte die Situation.

„Die haben das in der ersten Halbzeit gut gespielt und uns den Schneid abgekauft. St. Pauli war aggressiv und wir haben es nicht gut verteidigt. So sind wir mit einem blauen Auge in die Kabine gekommen. Nach diesem Spiel ist der Punkt Gold wert, weil wir heilfroh sind, dass das Ding 0:0 ausgegangen ist“, sagte Broll nach der Partie. Dresden bleibt mit 18 Zählern jedoch Tabellenletzter. 


In den 90 Minuten zuvor hatte Broll vor 28 980 Zuschauern im Millerntor-Stadion mehrfach sein Können unter Beweis gestellt. Der Keeper parierte sehenswert unter anderem gegen Viktor Gyökeres (9./25./28./35.) und Ryo Miyaichi (15./35.).

Dynamo-Coach Kauczinski nahm bei seiner Rückkehr zu seinem Ex-Club drei Veränderungen im Vergleich zur Heimpleite gegen Darmstadt vor. Chris Löwe sollte auf der linken Abwehrseite für mehr Stabilität, Ondrej Petrak und Baris Atik im Mittelfeld für mehr spielerische Elemente sorgen.

Doch wie schon in den ersten 45 Minuten gegen Darmstadt konnten die Gäste weder offensiv noch defensiv ihre Zweitligatauglichkeit unter Beweis stellen. Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde wagte sich die Kauczinski-Elf erstmals in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Mehr als zwei missglückte Hereingaben, die Angreifer Patrick Schmidt verfehlten, sprangen dabei jedoch nicht heraus. Sekunden vor dem Pausenpfiff schoss Dynamos einzige Spitze erstmals überhaupt aufs Tor.

Im zweiten Durchgang stand Dresden zumindest defensiv stabiler, im Spiel nach vorn blieb es jedoch harmlos. Eine Einzelaktion von Schmidt (56.) blieb über lange Zeit die einzige Möglichkeit der Sachsen. Sein Schuss aus rund 20 Metern landete jedoch am Außennetz.

Viel passierte nicht mehr. Einzig eine zurückgenommene Elfmeterentscheidung sorgte für etwas Aufregung. Dynamos Chris Löwe schien in der 85. Minute im Strafraum gefoult worden zu sein. Schiedsrichter Daniel Schlager entschied zunächst auf Elfmeter, korrigierte seine Entscheidung aber nach Eingreifen des Video-Assistenten. „Das ist einfach nur lächerlich. Am Ende bekomme ich sogar noch eine Gelbe Karte für eine Schwalbe“, kommentierte Löwe. Kurz vor Schluss scheiterten Christopher Buchtmann und Miyaichi nur knapp am Pfosten.

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17.02.2020 - 18:39 - RWEimRheingau

Ganz schwaches Statement des Vereins! Was geschieht denn nun mit dem linken Pack? Scheixx Verein!

Beitrag wurde gemeldet

17.02.2020 - 10:12 - Sport Frei

Da gab es einen neuen Banner wo sich die Spinner da wird sich lustig gemacht über die Bombadierung von Dresden.
Da steht nichts von in der Presse. Und dann die Aussagen von Spieler und Torwarttrainer?? Liest man auch nichts von.
St. Pauli ist ein Drecksclub. Teilen nur aus und heulen rum. Das Antifa Duschgel sagt alles aus. Unterstützen Linke Terroristen die nur Randale machen.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

17.02.2020 - 00:29 - franzwirtz

STELLUNGNAHME ZU DEN EREIGNISSEN BEIM SPIEL GEGEN DYNAMO DRESDEN
Sonnabend, 15. Februar 2020, 17:45 Uhr
https://www.fcstpauli.com/news/stellungnahme-zu-den-ereignissen-beim-spiel-gegen-dynamo-dresden/

Der FC St. Pauli verurteilt die Ereignisse rund um das gestrige Heimspiel gegen Dynamo Dresden (14.2.), bei dem seitens der Gästefans beim Eindringen in den Heimbereich nach Spielende insgesamt 13 Ordner verletzt wurden und davon 4 im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Diesen Ereignissen gingen Provokationen beider Seiten während des Spiels voraus. Die durch die Medien aufgegriffenen Aufkleber mit verhöhnender Darstellung von Bombenangriffen sind mit den humanitären Grundsätzen des Vereins nicht vereinbar. Keine dieser Provokationen rechtfertigt jedoch die Anwendung körperlicher Gewalt und die Inkaufnahme von Verletzten.

Der FC St. Pauli bedankt sich für das konsequente Einschreiten der Ordnungskräfte und wünscht allen Verletzten gute und baldige Besserung!

16.02.2020 - 12:00 - RWEimRheingau

Das hat nichts mit Beleidigung zu tun sondern ist menschenverachtend! Dieses linke Pauli Pack ist eine Schande für den Verein, der sich immer rühmt so volksnah zu sein., eine Schande für den Fußball in Deutschland! Hoffentlich erfolgt hier ein ganz deutliches Zeichen des DFB!

16.02.2020 - 11:52 - Oldschool

Jeder weiß, dass die Dresdner teilweise problematisch sind und das bei Pauli und Dresden zwei Pole aufeinander treffen.. Aber was sich hier, die ach so tollen Pauli Asis geleistet haben ist zutiefst beschämend und menschenverachtende. Hier wurde der Tod vieler tausender unschuldiger Menschen verhöhnt.
Wir sind uns bestimmt alle einig, dass Affenlaute und sonstige bescheuerte rechte Parolen gegenüber dunkelhäutiger Spieler überhaupt nicht zu tolerieren ist, aber wenn der DFB alles Rechte sanktioniert und solche Aktionen ,wie die der linksversifften Paulis hinnimmt, macht er sich komplett unglaubwürdig und mitschuldig an solchen Ausschreitungen.

15.02.2020 - 16:16 - lapofgods

Auf's übelste beleidigt? Seit wann brauchen Ultras denn einen Anlass für Gewalt? Das ist jede Fliege an der Wand ein willkommener Grund um auszurasten.

15.02.2020 - 12:31 - ata1907

Späher:
Ist, meine ich, aber schon ein paar Jahre her, was die Sache aber natürlich nicht besser macht.

15.02.2020 - 11:53 - RWO-Späher

Zur objektiven Berichterstattung sollte bei der deutlichen Überschrift auch gehören, warum die Dresdener Fans z.T. ausgerastet sind: Die vielen Tausend Opfer der Bombenangriffe auf die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt vor 75 Jahren wurden von den St. Pauli-Fans aufs Übelste beleidigt, u.a. las ich "Schon Eure Großeltern haben für Dresden gebrannt"... Daher hoffe ich wirklich, dass St. Pauli (!) entsprechend hart bestraft wird!