Oberliga Niederrhein

Hombergs Dertwinkel will sich sportlichen Traum erfüllen

Stefan Loyda
19. April 2019, 12:51 Uhr

Foto: Mark Bohla

Der frühere U-Nationalspieler Patrick Dertwinkel und der VfB Homberg befinden sich nach dem 4:2-Sieg gegen die Spvg Schonnebeck auf dem besten Weg in die Regionalliga.

Hombergs Mittelfeldregisseur Patrick Dertwinkel hat an der anhaltenden Erfolgsserie des VfB einen gehörigen Anteil. 25 Partien hat der gebürtige Düsseldorfer in der laufenden Oberliga-Saison absolviert, dabei zehn Tore selber erzielt, 14 weitere Treffer aufgelegt. Sein Traum von der Regionalliga ist längst nicht ausgeträumt. 896 Minuten hat er in seiner Laufbahn bereits dort gespielt und dabei soll es nicht bleiben.

Ein Aufstieg hätte, wie Dertwinkel bestätigt, eine "sehr große Bedeutung. Ich habe nur ein Jahr Regionalliga gespielt. Ich habe mich damals für ein duales Studium entschieden.“ Den Bachelor of Law hat er 2017 abgelegt und arbeitet seitdem beim Sozialamt: „Eine Vollzeitstelle und Regionalliga miteinander zu vereinbaren, sind wohl unmöglich. Das klappt für mich wohl nur beim VfB Homberg. Von daher würde für mich noch einmal ein sportlicher Traum in Erfüllung gehen.“

VfB Homberg ist der Oberliga-Konkurrenz enteilt

Der 4:2-Heimsieg gegen die Spielvereinigung Schonnebeck war dafür ein weiterer wichtiger Schritt: „Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir gewinnen konnten. Letztes Jahr waren sie noch Vizemeister, von daher wussten wir, was auf uns wartet. Wir freuen uns über den Sieg, aber wir müssen selbstkritisch bleiben.“ Auf den einzig relevanten Kontrahenten in der Oberliga Niederrhein, dem 1. FC Bocholt, haben die Homberger zwölf Punkte Vorsprung. Einzig relevant, weil neben Bocholt und Homberg kein weiterer Verein einen Lizenzantrag für die Regionalliga West gestellt hat. Sechs Spieltage stehen noch aus, der VfB hat am kommenden Mittwoch sogar noch das Nachholspiel gegen den SC Düsseldorf-West in der Hinterhand.

Nachgedacht und gesprochen, das beteuert der 26-jährige Ex-U-Nationalspieler Dertwinkel, wird über den Aufstieg noch nicht: „Bislang hat das keinen Einfluss auf die Mannschaft gehabt. In meiner Jugendzeit bei Borussia Mönchengladbach war das noch anders. Da haben wir immer überlegt, wie viel wir noch brauchen, was passiert, wenn der Gegner patzt und so weiter.“ Das luxuriöseste aus Sicht der Homberger: „Wir haben alles in der eigenen Hand.“

Autor: Stefan Loyda



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