Sebastian Hoeneß hat seine erste Bewährungsprobe als Trainer der TSG Hoffenheim nur mit großer Mühe bestanden. 

DFB-Pokal

Hoffenheim und Regensburg retten sich im Elfmeterschießen

13. September 2020, 18:36 Uhr
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Sebastian Hoeneß hat seine erste Bewährungsprobe als Trainer der TSG Hoffenheim nur mit großer Mühe bestanden. 

Dank zwei gehaltener Elfmeter von Torwart Oliver Baumann gewann der Fußball-Bundesligist am Sonntag in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 3:2 (2:2, 1:1, 0:0) im Elfmeterschießen beim Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC. Vor 3095 Zuschauern - zugelassen waren 4632 - im Stadion an der Gellertstraße erzielte Andrej Kramaric (48. Minute) die TSG-Führung. Der CFC drehte die Partie dank der Treffer von Kevin Freiberger (59.) und Christian Bickel (100.). Hoffenheim glich per Foulelfmeter von Kramaric (110.) wieder aus. Im Elfmeterschießen parierte Baumann zwei Elfmeter, ehe der Chemnitzer Christian Bickel das Tor verfehlte.

Noch im Februar stand Hoeneß als Coach vom FC Bayern II in Chemnitz beim Drittliga-Duell an der Seitenlinie und verlor 0:1. Vor Anpfiff gab er sich betont gelassen. Er sei zwar angespannt, sagte Hoeneß, aber es sei „eine Anspannung, die ich kenne, die ich brauche“.

Nachdem auf dem Rasen zunächst wenig passierte, war er nach 21 Minuten zum Handeln gezwungen. Pavel Kaderabek musste mit Oberschenkelproblemen raus. Für ihn kam Joshua Brenet. Die erste klare Torchance für den Europa-League-Teilnehmer aus dem Kraichgau gab es erst in Minute 34: Doch Kramaric verpasste aus Nahdistanz das CFC-Gehäuse, so wie in der 43. Minute per Kopf.

Hoffenheim scheute oft den steilen Pass und wirkte im Spielaufbau gegen tief stehende Chemnitzer ideenlos. Nach dem Wechsel war der dritte Versuch von Kramaric dann drin: den Querpass von Ihlas Bebou musste er nur noch einschieben. Die Hoffenheimer drängten auf das 2:0, doch Chemnitz glich plötzlich aus. Freiberger nahm eine Flanke gekonnt an und überwand Baumann mit einem Drehschuss aus acht Metern.

Der Regionalligist, der schon fünf Punktspiele bestritten hat, war plötzlich hellwach. Hoffenheim wirkte kraftlos. In der 89. Minute köpfte Bicakcic den Ball zwar ins Tor, doch der Linienrichter sah ein Abseits. In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Simon Roscher den CFC-Siegtreffer auf dem Fuß, sein Schuss ging knapp daneben.

In der Verlängerung gab es sofort Aufregung. Schiedrichter Patrick Hanslbauer zeigte nach einem Foul an Mijat Gacinovic (95.) konsequent auf den Strafstoßpunkt. Nach heftigen Protesten der Chemnitzer nahm er Rücksprache bei seinem Assistenten und ließ dann plötzlich Weiterspielen. In der 100. Minute verwandelte Bickel mit seinem Schuss ins rechte Eck das CFC-Stadion in ein Tollhaus. Hoffenheim gab nicht auf. Nach einem Foul an Kramaric (110.) verwandelte der Kroate sicher vom Punkt zum Ausgleich. Im Elfmeterschießen wurde ausgerechnet Bickel zum tragischen Held, als er als fünfter Schütze den Ball übers Tor jagte.

Kaiserslautern scheitert an Regensburg

Der hoch verschuldete Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat den erhofften Einzug in die 2. Runde des DFB-Pokals und damit wichtige Zusatzeinnahmen verpasst. Die Pfälzer unterlagen am Sonntag dem Zweitligisten SSV Jahn Regensburg mit 3:4 im Elfmeterschießen und schieden aus. Nach 120 Minuten hatte es vor fast leeren Rängen im Fritz-Walter-Stadion 1:1 (0:1, 1:1) gestanden.

Unter den Augen von 1954-Weltmeister Horst Eckel gingen die Regensburger bereits in der 4. Minute durch Albion Vrenezi in Führung, die Kevin Kraus (64.) nach dem Wechsel ausglich. In der Verlängerung sah Regensburgs Nicolas Wähling (92.) die Gelb-Rote-Karte. Kurz darauf traf Kraus erneut, doch der Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung des Schützen nicht anerkannt.

So ging es ins Elfmeterschießen, bei dem die Gäste die besseren Nerven hatten. Zum Matchwinner für Regensburg avancierte Torwart Alexander Meyer mit zwei gehaltenen Schüssen. dpa

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