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1. FC Köln
Heute vor 29 Jahren: „Mach et, Otze!“- ein Kultspruch für die Ewigkeit

Frank Ordenewitz (rechts, hier bei einem Traditionsduell) bleibt durch die Nummer mit Erich Rutemöller für immer in Erinnerung (
Foto: firo).

Im Jahr 1991 sorgte der damalige Köln-Coach Erich Rutemöller mit einem legendären Spruch für Aufsehen. Auch im heutigen Sprachgebrauch gehört „Mach et, Otze“ zum Fußballkulturgut. 

Am 07.05.1991 traf der 1.FC Köln im DFB-Pokalhalbfinale auf den MSV Duisburg. Dieses Duell sollte in die Geschichte eingehen. Nach einem torlosen Hinspiel im Wedaustadion, gewann Köln das Rückspiel mit 3:0 und sicherte sich somit das Finalticket.

Doch das Geschehen auf dem Platz geriet nach dem Abpfiff schnell in Vergessenheit. Eine Interaktion zwischen dem damaligen Köln-Trainer Erich Rutemöller und Spieler Frank Ordenewitz bestimmte die Schlagzeilen. Der frühere FC-Stürmer Ordenewitz sah die Gelbe Karte, die ihn für das Finale gegen Werder Bremen gesperrt hätte. Da eine Sperre im Anschluss an einen Platzverweis damals nicht an einen Wettbewerb gebunden war und Ordenewitz die Sperre in der Bundesliga hätte absitzen können, riet ihm Rutemöller mit den legendären Worten „Mach et, Otze, “ dazu, einen Platzverweis zu provozieren.

Rutemöller hat sich im Interview verplappert

Zu dem Zeitpunkt war das Spiel schon entschieden und Köln führte durch die Tore von Alfons Higl und Frank Ordenewitz mit 2:0. In der Schlussminute erzielte der wenig später tödlich verunglückte Maurice Banach noch den Treffer zum 3:0-Endstand.

Dementsprechend wollte Ordenewitz unbedingt des Feldes verwiesen werden, um einer möglichen Finalsperre entkommen zu können. Doch zunächst sollte dem Stürmer das Vorhaben nicht gelingen: Trotz eines groben Foulspiels und einer Tätlichkeit sah er nicht die Rote Karte. Erst als der heute 55-Jährige mutwillig den Ball wegschlug, wurde er von Schiedsrichter Markus Merk in der 85. Minute vom Platz gestellt. Der Plan ging komplett auf, bis Rutemöller sich im ZDF-Interview nach dem Schlusspfiff verplapperte: „Otze kam zu mir und ich finde, man sollte ihm die Chance nicht nehmen. Und da habe ich gesagt: ‚Mach et!‘“

Ordenewitz ehrlich: "Wir waren einfach zu dämlich"

Daraufhin wurde Ordenewitz wegen Unsportlichkeit für das Endspiel (4:5 n.E. gegen Werder Bremen) gesperrt und sein Trainer musste eine Geldstrafe von 5.000 D-Mark bezahlen. Heutzutage pflegen Rutemöller und Ordenewitz ein gutes Verhältnis miteinander und können über den Lapsus von 1991 lachen.

In einem Interview mit der BILD-Zeitung schilderte Ordenewitz, der als Chefscout für Werder Bremen tätig ist, die damalige Situation: „Wir waren einfach zu dämlich. Aber so bleibt man in Erinnerung.“ Auch 29 Jahre nach dem legendären Pokal-Halbfinale ist der Spruch von Erich Rutemöller unvergessen.

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