Nach einer Horror-Saison bildet die Hammer Spielvereinigung aktuell das Schlusslicht der Tabelle in der Oberliga Westfalen, doch bei Abbruch der Saison würde der Klub trotzdem die Klasse halten. Wir haben mit dem Vizepräsidenten Dirk Blumenkemper gesprochen.

Oberliga Westfalen

Hammer SpVg: Mit Demut zum Kurios-Klassenerhalt

19. Mai 2020, 16:52 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Nach einer Horror-Saison bildet die Hammer Spielvereinigung aktuell das Schlusslicht der Tabelle in der Oberliga Westfalen, doch bei Abbruch der Saison würde der Klub trotzdem die Klasse halten. Wir haben mit dem Vizepräsidenten Dirk Blumenkemper gesprochen.

Seit dem fünften Spieltag steht die Spielvereinigung Hamm auf einem direkten Abstiegsplatz der Oberliga Westfalen. Die magere Punkteausbeute von fünf Zählern aus 20 gespielten Partien summiert sich lediglich aus einer Hand voll Unentschieden – der Klub gewann bis dato also kein einziges Spiel. Da die Saison in Westfalen ziemlich sicher abgebrochen wird, ist der wohl kurioseste Ligaverbleib der Oberliga-Saison nur noch Formsache.

Demut anstatt Freude

„Wir haben uns eher demütig als euphorisch gefühlt“, verrät Vizepräsident Dirk Blumenkemper. „Für Euphorie gibt’s an dieser Stelle gar keinen Platz. Natürlich profitieren wir davon, dass wir, trotz des aktuellen Tabellenstands, in der nächsten Liga wieder in der Oberliga spielen dürfen. Es ist aber nicht so, dass jemand sich vor Freude gar nicht mehr beruhigen konnte und wir uns heulend in den Armen gelegen haben.“ Trotzdem betont Blumenkemper, dass der Verein den Glauben in die Mannschaft nie verloren hat.

Die Spieler halten sich seit der Pause individuell mit Trainingsplänen fit und stehen im ständigen Austausch mit den Trainern. Diese haben durch verschiedene technische Mittel immer ein Auge auf den Trainingsstand. Auf der Sportanlage befindet sich die Mannschaft noch nicht: „Das hat den Hintergrund, dass die Anlage zur Hälfte in städtischer Hand ist. Solange die Kontaktsperre besteht, sind die Trainingsplätze auf dieser noch nicht geöffnet. Auf der anderen Hälfte haben wir vom Vorstand bisher noch nicht guten Gewissens sagen können, dass wir den Trainingsbetrieb wieder zulassen.“ Voraussichtlich werden Anfang Juni neue Lockerungen eintreten. Darauf bereitet der Klub sich vor.

Trainer Degelmann genießt vollstes Vertrauen

Trainer Steven Degelmann übernahm das Amt als Nachfolger von René Lewejohann erst zwei Spiele bevor die Corona-Pause eintrat. Sein Vertrag wurde um eine weitere Saison verlängert. Er besitzt das Vertrauen der Verantwortlichen: „Er hat bereits eine Vergangenheit bei der Hammer Spielvereinigung und ist bei uns auf der Anlage zu Hause. Er kennt die Region, was gerade jetzt aufgrund der erschwerten Bedingungen bei der Kaderplanung Gold wert sein kann. Wir gehen fest davon aus, dass er aus genannten Gründen im Moment genau der Richtige ist, der im nächsten Jahr wieder erfolgreicher bei uns Fußball spielen lässt.“

Im kommenden Jahr ist das gesicherte Mittelfeld das klare Saisonziel.


Autor: Dustin Arnold

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