Halle Bottrop

Erhöhtes Verletzungsrisiko soll den Spaß nicht verderben

Charmaine Fischer
05. Januar 2019, 09:42 Uhr

Foto: Oliver Mengedoht

Trotz des erhöhten Verletzungsrisikos, welches die Hallenmeisterschaft mit sich bringt, schickten der Bezirksligist VfB Bottrop und der A-Ligist Rhenania Bottrop einige ihrer Stammspieler auf das Feld. 

Mit Erfolg: Beide Teams qualifizierten sich für die nächste Runde. Der VfB sicherte sich den Gruppensieg und Titelverteidiger Rhenania spielt als Zweitplatzierter der Gruppe A ebenfalls weiter um den Titel mit.  Dass die Hallenmeisterschaften auch ein erhöhtes Risiko für Verletzungen mit sich bringen ist bekannt. Doch für VfB-Trainer Mevlüt Ata ist dies kein Grund nur mit einer B-Elf aufzulaufen: „Ich sehe das nicht so eng. Verletzungen können immer passieren. Ich kann auch einfach die Treppe herunterfallen und mir das Bein brechen. Hauptsache die Jungs haben ihren Spaß“, betont er.


Dass Hallenfußball nicht immer Spaß macht, musste nicht zuletzt auch David Rost vom FC Wellinghofen erfahren: Bei der aktuell noch laufenden Dortmunder Hallenmeisterschaft verdrehte er sich das Bein so stark, dass er von Rettungssanitätern ins Krankenhaus gefahren werden musste. Doch auch Rhenania-Coach Dirk Rovers will sich von der Gefahr nicht den Spaß am Hallenfußball verderben lassen: „Bei uns wird deswegen keiner geschont. Viele meiner Jungs haben Lust in der Halle zu spielen“, erzählt er. 

Bei der SG Eintracht Gelsenkirchen 07/12 sieht man das allerdings anders: Der Zweitplatzierte der Kreisliga A verabschiedete sich bei der zurzeit noch laufenden Gelsenkirchener Hallenmeisterschaft ohne einen einzigen Punkt aus dem Turnier – obwohl die Mannschaft der Favorit in seiner Gruppe war. Dass lag vor allem daran, dass die meisten Stammkräfte geschont wurden, um Verletzungen zu vermeiden. „Wir haben nicht mit der ersten Mannschaft gespielt, sondern mit einer verbesserten A-Jugend. Wir haben viele Verletzte und wollten die Jungs lieber schonen“, erklärte Thorsten Schnürpel, sportlicher Leiter der Eintracht, nach dem enttäuschenden Ausscheiden seines Teams.

Damit Rhenania Bottrop von so einem Debakel verschont bleibt und erneut im Endspiel steht, gibt es für den Trainer nur eine Devise: „Das Finale wäre wieder eine riesige Nummer und das können wir nur mit guten Spielern erreichen“, ist er sich sicher. 

Autorin: Charmaine Fischer

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