Der FC Schalke 04 muss im Sommer auf Einnahmen aus Dauerkarten verzichten, wie die WAZ berichtet. Das schlägt dem Fußball-Bundesligisten auf die Kasse.

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Dauerkarten: Schalke droht Einnahme-Verlust von 15 Millionen Euro

10. Mai 2020, 09:15 Uhr
Die Nordkurve in der Schalke-Arena wird bis auf weiteres leer bleiben. Foto: dpa

Die Nordkurve in der Schalke-Arena wird bis auf weiteres leer bleiben. Foto: dpa

Der FC Schalke 04 muss im Sommer auf Einnahmen aus Dauerkarten verzichten, wie die WAZ berichtet. Das schlägt dem Fußball-Bundesligisten auf die Kasse.

Großveranstaltungen sind in Deutschland bis zum 31. August untersagt. Doch es könnte noch weitaus länger dauern, ehe es in der Fußball-Bundesliga wieder in vollen Stadien zur Sache geht. 


Möglicherweise ziehen sich Partien im Geisterspiel-Modus noch tief in die kommende Saison. Für den FC Schalke 04, ohnehin schon stark von den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise getroffen, hat das offenbar Konsequenzen in Millionenhöhe. 

Rund 43.000 Dauerkarten-Inhaber beim S04

Denn der S04 kann seinen Fans im Sommer keine Dauerkarten anbieten, wie Schalkes Marketingvorstand Alexander Jobst gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) erklärte: "Wir können jetzt schon festhalten, dass wir nicht wie in den vergangenen Jahren im Sommer den Dauerkarten-Einzug unserer Dauerkarten-Inhaber erbitten werden, weil wir nicht von 17 Bundesliga-Heimspielen mit Zuschauern ausgehen können", sagte Jobst.

Ungefähr 43.000 Schalke-Fans verfügen derzeit über ein Saison-Abonnement. Laut der WAZ werden den Königsblauen im kommenden Sommer zunächst Einnahmen in Höhe von rund 15 Millionen Euro wegbrechen, die durch eine Fremdfinanzierung ausgeglichen werden sollen. Sobald die Austragung von Spielen vor Publikum wieder in die Nähe rückt, möchte der Revierklub auf die Dauerkarten-Inhaber zugehen. 

Trikot oder Gutscheine für Schalkes Dauerkarten-Inhaber

Vor wenigen Wochen hatte Schalke seine Fans darüber informiert, in welcher Form derzeitige Dauerkarten-Kunden für den Ausfall Heimspiele bis zum Saisonende entschädigt werden können. Eine finanzielle Rückerstattung boten die Knappen nicht an. Alternativ konnten Betroffene aus einem Gutschein zur Anrechnung auf den Dauerkartenpreis für die Saison 2020/2021, einem Gutschein für den Fanshop des Vereins oder einem exklusiven „Retter-Trikot“ wählen.


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11.05.2020 - 08:08 - vomFlankengott

@ ali_hb

Falls "C. Heidel aktionistisch gezockt hat", so ist C. Heidel aber nicht vom Himmel auf Schalke gefallen. Irgendwer, wer auch immer, muss ja C. Heidel überhaupt die Chance gegeben haben sinnlos zu zocken.

Wer auch immer nun nun die C. Heidel die Chance gegeben hat sinnlos zu zocken, es wäre vielleicht auch mal sinnvoll darüber nachzudenken wer das gewesen sein könnte. Ganz besonders wenn man der Meinung ist, dass "immer wenn viel Geld auf Schalke da es zum Großteil sinnlos verbrannt wurde." Dann ist das ursächliche Problem ja offensichtlich schon länger auf Schalke vorhanden. Also dann jedenfalls schon vor der Zeit von C. Heidel.

Dazu müsste man nicht nur von A nach B denken sondern auch mal nach C oder D....
Bestimmt keine schlechte Idee.

GLÜCKAUF

10.05.2020 - 22:59 - ali_hb

Beim Gedanken an den Geldregen durch eine Beteiligung von Investoren wird mir Angst und Bange. Die Erfahrung zeigt, dass immer wenn viel Geld auf Schalke da war, es zum Großteil sinnlos verbrannt wurde. Schalke 04 gehört zu den mitgliederstärksten Vereinen de Welt und hat auch ohne neue Investoren noch große Potentiale Kapital zu generieren. Voraussetzung ist eine nachhaltige Entwicklung der Geschäftsfelder und nicht aktionistisches Gezocke wie unter C. Heidel.

Beitrag wurde gemeldet

10.05.2020 - 20:16 - Nathan

"Tief im nirgendwo" sollte man sich die eigenen Bilanzen ansehen Watzke redet jetzt schon von enormen Verlusten, nur Zahlen legt er nicht vor, warum Wohl ? Transfers müssen im Sommer beglichen werden genauso der überteuerte Spieler Kader mit Trainerstab muss bezahlt werden. Die Dauerkarten Einnahmen fallen auch noch weg da seid ihr ja mit eurem Nachbar aus Gelsenkirchen auf Augenhöhe. Nur die haben Ehre, und mussten den Weißwurst Ulli noch nie in den Allerwertesten kriechen. Dank Tönnies und Gazprom werden die immer liquide sein und ein Investor steht dort schneller vor der Arena als euer Bittsteller 2005 mit dem Fahrrad nach München fahren konnte.

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10.05.2020 - 20:14 - vomFlankengott

Die Fans müssen umdenken. Diese Krise zeigt, dass es so nicht mehr weitergehen kann. So geht der Fußball nämlich vor die Hunde.

Die Millionengehälter, die überall nicht mehr zu finanzieren sind und die Fans vom Fußball entfremdet haben, sollten die Fans zum Umdenken bringen.

DIE EINZIGE Lösung ist die Aufgabe des e.V. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Es müssen die Tore für das Geld der Großinvestoren geöffnet werden. Um so mehr Vereine den Großinvestoren den roten Teppich ausrollen, desto mehr Vereine werden auch oben mitspielen können. Alle anderen, denen die notwendige Einsicht fehlt, werden dann zwangsläufig gegen den Abstieg spielen und die weitere Entfremdung von den Fans beklagen müssen.

GLÜCKAUF

10.05.2020 - 16:56 - Tief_im_Westen

Man muss allerdings auch sagen, dass die Bundesligisten in einer guten Position sind. Es gibt ja noch dicke Einnahmen, Verträge muss man nicht verlängern und mit der Jugend kann man Teams formen. Dies trifft ja auf alle Clubs zu, damit entsteht ja auch kein großer Nachteil.

Für Amateurvereine wird es viel schwieriger bzw für die Fussballer in den Ligen. Die ganzen mittelmäßigen Kicker werden nicht mehr an die Kohle kommen, die sie über Jahre verdient haben. Junge Kicker werden eher bereit sein für wenig zu spielen, mit der Aussicht irgendwann wieder am großen Topf zu sitzen.

10.05.2020 - 16:50 - Tief_im_Westen

Schalke fallen jetzt die letzten 20 Jahre und Assauers Pumppolitik auf die Füße, die nach ihm beibehalten wurde. Dem Club drücken gut 200 Mio € Schulden, Fernsehgelder sind schon weg bevor sie auf Schalke ankommen und dann ist da noch ein Etat, der für die eigenen Ansprüche zu gering und für die Realität zu hoch ist.
Unter Umständen hilft ne Insolvenz, wenn die DFL da beim Abzug der Punkte entgegen kommt und man so unter Umständen teure Verträge loswerden kann. Bis man Investoren ins Boot geholt hat, ist es schon Weihnachten.

10.05.2020 - 12:40 - easybyter

Das Schiff "Schalke 04" befindet sich in rauher See und wird wohl ohne die Auslagerung der Profi-Abteilung und ohne dadurch Geld zu generieren untergehen. Es zeichnete sich ja schon vor der Krise ab, dass Schalke als EV nicht mehr mit den kapitalkräftigeren Klubs mithalten kann. Nostaligie hin oder her, auf Dauer wird man sich entscheiden müssen, ob man in der unteren Region der Tabelle dümpeln oder oben mitspielen will. Die Kries jetzt ist eine gute Gelegenheit, das Steuer herumzureißen. So könnte man die Krise überstehen und sich danach auch wieder an der oberen Tabellenregion orientieren. Schalke 04 ist ein traditionsreicher Klub mit einem großen Namen und tollen Fans, da müssten sich doch zahlungskräftige Investoren finden lassen.

10.05.2020 - 12:38 - Nathan

Ist bei uns in Gladbach genau so , wenn die Dauerkarten Einnahmen wegfallen für die kommende Saison dann wird es auch schmerzhafte Einschnitte geben müssen. Deshalb wird die 50+1 Regel kurz oder lang gekippt werden um der Rezession zu entgehen die kommen wird.

10.05.2020 - 12:20 - Nathan

Du schöner RWE

Wenn es um die Existenz des Vereins geht dann mit Sicherheit nicht.
Die Lage ist für alle Bundesliga Clubs schwer mit Ausnahme von Bayern München ......

10.05.2020 - 11:39 - Du schöner RWE

Ja, Schacht 7. Aber ist das noch im Sinne der Fans.

10.05.2020 - 10:59 - Schacht 7

Das mit den Dauerkarten betrifft alle Bundesliga Clubs es kann niemand mehr planen . Deshalb sind Transfers in allen internationalen Ligen fast unmöglich. Wohl dem der einen Zahlungskräftigen Sponsor oder Gönner hat.
Da hat Schalke mit Gazprom und Tönnies Milliarden schwere Unternehmen in der Hinterhand, die werden niemals zulassen das der Club von der Bildfläche verschwindet. Dann ändert sich das mit dem EV und ein Investor steigt ein.

10.05.2020 - 10:12 - hoelwil

Schalke kann jetzt wieder einen S04-Classico tanzen. Jetzt Dauerkarten für die Saison 2021/22 anbieten und sofort beleihen. Klassische Tönnies/Peters Technik. Übrigens fehlt da noch mehr. Die ganzen lokalen Sponsoren, die in der Arena bei Geisterspielen auch nicht bezahlen werden oder kündigen. Das verdoppelt die Summe mal locker.Jetzt geht es den Stars an die Kohle. Und je mehr der Profifussball in Vergessenheit gerät und durch Spieler wie Özil,Kroos oder Kalou negativ belegt wird,desto geringer fallen die Fanartikel Einnahmen aus.Da gehen dann auch noch mel schnell ein paar Millionen verloren. Das könnte die Verträge der Stars schon halbieren und das wäre nicht das schlechteste Ergebnis dieser Pandemie.