Regionalliga

Dank Vierfach-Aluminium - WSV ringt BVB U23 nieder

Julian Preuß
09. August 2019, 22:55 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Am dritten Spieltag der Regionalliga-West schlug der Wuppertaler SV vor 1966 Zuschauern die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund mit 1:0 (1:0). Das Torgehäuse wird zu Wuppertals Retter. 

„Oh wie ist das schön!“ hallte es während der Wuppertaler Ehrenrunde von den Rängen des Stadions am Zoo. Zuvor gewann der Wuppertaler SV durch einen Treffer von Lukas Knechtel äußerst knapp mit 1:0 (38.). Im Gewühle vor dem Dortmunder Strafraum stand er völlig frei und brachte die Kugel im Netz unter – ohne Chance für BVB-Keeper Jan-Pascal Reckert. Der BVB präsentierte sich im Bergischen Land als Chancentod. Gleich vier Mal scheitete das Team von Trainer Mike Tullberg am Aluminium (7., 23., 59., 82.). Der war nach der Partie bedient, sah aber nicht alles schlecht.

Dortmund dominiert Zimmermann-Elf

„Es war schon in den ersten Saisonspielen und in der Vorbereitung so, dass wir viele Möglichkeiten nicht genutzt haben. Es waren nicht nur die vier Alu-Treffer, sondern auch drei, vier andere Szenen, in denen wir das Tor machen müssen“, bilanzierte er nach Abpfiff. Zeitweise nahm die Partie in Wuppertal den Charakter eines Handballspiels an. Der BVB umzingelte den Strafraum der Gastgeber, fand aber die Lücke nicht. Die WSV-Verteidiger, Torwart Edin Pepic sowie Latte und Pfosten ließen die Schwarz-Gelben verzweifeln.

WSV-Trainer Andreas Zimmermann beschrieb das Spielgeschehen treffend: „Jeder Zuschauer im Stadion hat gesehen, dass die Borussia die bessere Mannschaft war“. Tullberg ging sogar noch einen Schritt weiter. „Das war die beste Leistung, die meine Truppe in den letzten Wochen gezeigt hat“, meinte er. Dennoch war ihm die Enttäuschung über die knappe Niederlage anzusehen. WSV-Trainer Zimmermann ließ sich nach Spielende nicht zu einer Kampfansage hinreißen. „Man muss ehrlich sein. Zu oft dürfen wir den Fußballgott nicht um Hilfe bitten – das geht sonst schief“, meinte er.

Zimmermann: „Sechs Punkte gegen den Abstieg“

Im spielerischen Bereich zeigte die Borussia den Rot-Blauen schnell die Grenzen auf. Dass seine Mannschaft noch nicht das technische Niveau der Gäste erreicht hat, bestätigte Zimmermann. Dies sei für ihn aber auch nicht ausschlaggebend. „Mir ist wichtig, wie wir auf dem Platz auftreten. Auch im dritten Heimspiel hintereinander haben wir gekämpft und geackert. Das ist die Grundvoraussetzung für Fußball“, merkte Zimmermann an. Genau diese Voraussetzung brauche die junge Mannschaft, um weiter gut in die Saison zu finden. „Das gibt die Sicherheit, vielleicht auch mal eine Begegnung spielerisch zu entscheiden“, so Zimmermann.

Mit dem zweiten Saisonsieg rückt der neu formierte WSV auf den vierten Tabellenplatz vor. Dortmunds Zweite rutscht hingegen auf Rang elf ab. Zimmermanns Blick richtet sich trotzdem weiter nach unten. „Bislang haben wir sechs Punkte gegen den Abstieg eingefahren. Die kann uns keine mehr nehmen“, schloss er. 

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11.08.2019 - 17:02 - am Zoo

Hast du recht frank51,
Was macht so ein kleiner Provinzclub wie wir schon dagegen? NiX.
Das kotzt mich auch an, echt.
Jedoch, die 2.5 Mio. Truppe der Zecken 2 haben wir geschlagen. Fertig!!!!

11.08.2019 - 15:36 - Frankiboy51

Tja, so ist das.
Der kleine WSV aus dem Thal der Wipper spielen in der RL West, setzt zwei 18-jährige ein und verschlechtert wohl damit die eigene U-19.
Gewinnt aber gegen das höchste Nachwuchsteam des Ball Event Konzerns auf Aktien mit einer Abwehrschlacht 1 :0.

Das kann der zukünftige Trippelgewinner und mögliche DAX Aufsteiger nicht auf sich sitzen laßen, könnte ja dem Börsenwert schaden.
Man hat ja noch einen ehemaligen Nationaltrainer von Deutschland liebster Freizeitbeschäftigung und Muttis Geheimwaffe auf der Gehaltsliste.
Der beginnt seinen Rachefeldzug mit dem Einsatz des allseits gehypten 14-jährigen Wunderkindes in dem BVB U-19 Team der Jahrgänge 2000 und 2001.
Mindestens drei Stunden Kinderarbeit zum Wohle des Mammon.

Dieses erfüllt die Erwartungen mit 6 Toren beim 2 : 9, oder so und damit sind mindestens 60, eher 600 Preßemeldungen sicher.

Da am Vortag die auf Wunderkind verzichteten BxB U-17 die WSV U-17 trotzdem ca. 5:2 schlagen konnte und die BVB 09 Fußball Event und Handel GmbH & Co a.A. eine Geldsammelveranstaltung zugunsten der maroden WSV Kassen nicht vereinbart hat, kann man mit ruhigem Gewißen behaupten.

BxB, Rachefeldzug erfolgreich abgeschloßen.

10.08.2019 - 21:04 - schönstesStadionvondieWelt

Borussia Dortmund hat einen Etat von 100 Millionen ( keine Ahnung ) . Die Zweite wird doch bestimmt zwei davon abbekommen .
Ganz tolle Leistung - am zweiten Spieltag. Die Rasselbande wird weiter Geräusche machen und sich steigern .

10.08.2019 - 18:26 - Ruppinho1954

Der WSV braucht sich für das Unvermögen seiner Gegner nicht zu entschuldigen.
Wenn man so viele dicke Dinger auf dem Fuß hat wie der BVB und kein einziges macht dann ist das Unvermögen.
Ein Defizit beim Gegner , nicht beim WSV.
Man sollte auch herausstellen das der WSV über 90 Minuten leidenschaftlich gefightet hat.
Super auch , wie das Stadion supportet hat. Klasse Stimmung bei der rotblauen Einheit.
Man sieht sich in Homberg.

10.08.2019 - 14:34 - PepAncelotti

Ohne Punktverluste gegen Aachen und den BVB. Einfach top!

Es geht auch darum, sich clever zu verhalten. Und das hat der WSV gestern Abend getan. Zwar mit sehr viel Glück. Aber ohne Wille und Kampf hätten wir das Spiel verloren.
Wenn der Gegner stärker ist, muss man eben mauern und auf die Chance warten. Da kann man nicht den Helden spielen und gegen eine starke Truppe in einen offenen Schlagabtausch gehen. Gegen Bayern mauern die meisten BL Vereine auch nur. Völlig normal.

Aber eins ist sicher, der WSV lebt noch.
Beim 3-3 gegen Nijmegen und dem 3-1 Testspiel Sieg gegen Lok Leipzig, hatte ich schon so ne Vermutung.
Das ist alles kein Zufall. Die Mannschaft funktoniert als Team. Weiter so.

10.08.2019 - 09:04 - Dropkick Rot-Blau

Wenn interessiert es am Ende, wer das Spiel gemacht hat? Vielleicht den BVB?
HAUPTSACHE,-die 3 Punkte sind hier im Tal geblieben!
Und wo das Alu nicht war , war ein WSV'er da!

10.08.2019 - 08:16 - krayerbengel

Franky, endlich mal ein Satz von Dir der richtig anfängt. .

10.08.2019 - 02:23 - Frankiboy51

Ich habe zwar keine Ahnung von Fußball aber ist eine # 11 wirklich ein zentraler Stoßstürmer ?

10.08.2019 - 00:57 - schönstesStadionvondieWelt

Von Beginn an hat der Dortmunder Trainer gestikuliert wie ein Mädchen und in der zweiten Halbzeit die sieben auf die Elf ( zentraler Stoßstürmer ) gestellt.

Anfängerfehler !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

10.08.2019 - 00:49 - schönstesStadionvondieWelt

Zugegeben - in Teilen war es eine Abwehrschlacht gegen einen technisch sehr guten Gegner. Die Dortmunder Nummer sieben ragte stark heraus.
Meiner Meinung nach gab es aber auch zwei Tätlichkeiten und ein Handspiel auf der Linie ( seitens der Dortmunder ). Laut der Fussballgottregel heißt es : wer die Chancen nicht macht bekommt , früher oder später ,einen rein -- genau das ist passiert. Es gab einige Ungenauigkeiten im Spiel nach vorne aber die Mannschaft ist neu zusammengestellt und stimmt sich noch ab ( bzw. lernt die Laufwege der Anderen )
Eine Mannschaft besteht aus Spielern die sich für ihre Mitspieler einsetzen : EINER FÜR ALLE UND ALLE FÜR EINEN. Das Stadion hat dies gut unterstützt ! Denn wir wollen Euch kämpfen sehen ! Der Keeper hat seinen Körper reingehauen und gefährliches abgefangen . Uphoff die Defensive organisiert. Der linke Verteidiger hat geglänzt und die andere Seite bis zum Umfallen gekämpft ( Kompliment - war über 90 Minuten dran !!!!!!!)
Kompliment an Alle auf und ( Trainer puscht die Fans ) daneben ( Hutwelker vertreibt den Co ) !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

10.08.2019 - 00:32 - Frankiboy51

So ist das im Leben und auch im Fußball.
Mentalität siegt über Talent.
Beim Fußball häufig zu Beginn der Saison.
Im weiteren Verlauf sinkt die Power und der Einsatz am Limit beim einem und beim anderen kommt alles beßer zur Geltung.