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ASC-Trainer Sekic nimmt Mannschaft in die Pflicht

Leon Koch
19. August 2019, 08:29 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Drei Punkte nach zwei Spielen. Der ASC 09 Dortmund ist mit dem Saisonstart in die neue Oberliga-Spielzeit unzufrieden.

Besonders das Spiel gegen den FC Gütersloh (0:1) stoß dem Cheftrainer Daniel Sekic dabei sauer auf und veranlasst den Übungsleiter zu einer Brandrede an seine Truppe.

„Die Jungs sollten sich im Klaren darüber sein, dass wir solch eine Leistung nicht akzeptieren können und auch nicht werden, völlig unabhängig davon, welche Möglichkeiten uns der Gegner gibt. Es war so, dass wir überhaupt nicht zu unserem Spiel und unserer Einstellung gefunden haben“, zeigte sich der Aplerbecker Trainer erzürnt über die Leistung seiner Mannschaft. Diese hatte Tugenden wie Kampfgeist und Durchsetzungswillen gegen den Konkurrenten vermissen lassen und so eine verdiente Niederlage kassiert.

„Wir haben vor dem Spiel noch kurz gesprochen und die Jungs waren fest entschlossen und haben sich viel vorgenommen. "Leider habe ich davon auf dem Platz gar nichts gesehen und von daher bin ich wirklich sehr, sehr enttäuscht“, ging Sekic mit seiner Truppe hart ins Gericht.

Ausreden wollte der ASC-Chef nicht gelten lassen und erklärte: „Es hatte überhaupt nichts mit den jungen Spielern zutun, dass wir nicht unsere Leistung abgerufen haben. Da sehe ich andere Spieler, die in solchen Situationen Verantwortung übernehmen müssen und es nicht getan haben.“ 

Mit Blick auf die kommende Aufgabe bei der TSG Sprockhövel fügte Sekic mit deutlichen Worten an: „Die Reaktion muss klar sein, wir können nicht noch einmal so auftreten. Wir werden die richtigen Worte finden und dementsprechend reagieren. Mir ist scheißegal, gegen wen wir spielen oder wie stark der Gegner ist. Jetzt ist die Erwartungshaltung an die Jungs eine deutlich größere, als sie es vielleicht noch vor diesem Spiel war.“

Viel Arbeit liegt also noch vor dem ASC 09 in der kommenden Woche, um das schlechte Auftreten gegen den FC Gütersloh wieder gutzumachen. Besonders die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive und die teils vogelwilde Abwehrreihe bei Angriffen des Gegners gilt es anzugehen. Viel wichtiger wird Cheftrainer Sekic aber die Einstellung seiner Mannschaft sein, denn der Übungsleiter machte deutlich, dass ein Punktverlust zu verkraften sein, wenn wenigstens die Mentalität und Einstellung stimmen würde.

Sollten die Verantwortlichen diese Probleme nicht in den Griff bekommen, könnte es für den ASC zu einer ungemütlichen Spielzeit werden, bei der sie in anderen Gefilden rangieren, anstatt wie erwartet um den Aufstieg in die Regionalliga zu spielen.

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