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Al-Arz-Libanon-Trainer: "Das alles frisst mich schon auf"

28. Dezember 2020, 07:00 Uhr
Ibrahim Ramadan ist Trainer von A-Ligist Al-Arz Libanon. Foto: Michael Gohl

Ibrahim Ramadan ist Trainer von A-Ligist Al-Arz Libanon. Foto: Michael Gohl

Der Essener A-Ligist war vor dem Lockdown im Amateurfußball richtig gut drauf. Umso bittere war und ist die Zwangspause für Trainer Ibrahim Ramadan.

Al-Arz Libanon steht mit 20 Punkten auf Platz vier der Staffel eins in der Essener Kreisliga A. Für die "Zedern", die gerade richtig gut in Fahrt waren, kam der Lockdown zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Al-Arz-Trainer Ibrahim Ramadan hat mit der Pause zu kämpfen, wie er im RevierSport-Gespräch verrät.

Ibrahim Ramadan, die Saison wurde nun erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?
Diesen einen Moment hatte ich jetzt nicht. Wir waren vor der Unterbrechung eine Serie gehabt, in der wir acht Spiele hintereinander ohne Niederlage waren. Umso bitterer kam die Pause für uns, weil das Momentum für uns sprach.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Alle wünschen sich natürlich das normale Leben zurück. Und natürlich zählt der Sport dazu. Wir Amateure lieben unser Hobby. Die meisten seit Kindesbeinen an und wir hoffen alle, dass wir schon bald wieder das machen dürfen, was wir am liebsten machen: einfach nur Fußball spielen, nach dem Spiel miteinander quatschen und lachen.

Auch die Amateurfußballer und -trainer sind verrückt nach diesem Sport. Wie erleben Sie diese unfreiwillig lange Fußballpause?
Ich bin einer von vielen, die da sehr, sehr drunter leiden. Für mich ist das nicht nur ein Hobby, sondern eine Passion. Ich bin da mit Herz und Seele dabei. Man vermisst das jeden Tag: das Training, die Gespräche mit den Spielern, die Unterhaltungen mit oder über die Gegner. Das alles frisst mich schon auf.

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist? Oder schadet die Krise dem Fußball allgemein?
Ich kann es kaum erwarten, bis die Nachricht kommt, dass wir endlich wieder auf den Fußballplatz dürfen. Wenn ich die Mannschaft sehe, wie sie sich in kleinen Gruppen fithalten, dann tut mir das weh. Die Jungs wollen wieder mit dem Ball arbeiten. Es ist alles sehr schwierig. Niemand weiß, ob nicht noch eine Pause kommt, falls es denn bald weitergeht. Wir können nur das Beste hoffen. Klar ist aber auch, dass aktuell die Gesundheit das Wichtigste ist.

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