Die Landesliga 3 und ihre Torwart-Geschichten. Nach dem ersten Akt beim TuS Heven schreiben nun die beiden Evinger Vereine Phönix und TuS das Narrenstück weiter. In der Hauptrolle: Abi Chargui, zur Zeit Schlussmann bei Phönix. Sein bereits als perfekt vermeldeter Wechsel zum Ortsrivalen ist geplatzt. Und der 31-Jährige denkt jetzt daran, sich erst einmal eine Auszeit vom Fußball zu gönnen.

Landesliga 3: Abi Chargui macht nach geplatzem Wechsel "Fußball-Pause"

Evinger Transfer-Gerangel

Felix Guth
10. Januar 2007, 13:52 Uhr

Die Landesliga 3 und ihre Torwart-Geschichten. Nach dem ersten Akt beim TuS Heven schreiben nun die beiden Evinger Vereine Phönix und TuS das Narrenstück weiter. In der Hauptrolle: Abi Chargui, zur Zeit Schlussmann bei Phönix. Sein bereits als perfekt vermeldeter Wechsel zum Ortsrivalen ist geplatzt. Und der 31-Jährige denkt jetzt daran, sich erst einmal eine Auszeit vom Fußball zu gönnen.

Der Grund für das Scheitern des Transfers war ein ganz gewöhnlicher. "Die Vereine konnten sich nicht über die Ablösesumme einigen", sagte Chargui am Rande der Zwischenrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft. 3000 Euro verlangte der Phönix-Vorstand, nur die Hälfte wollte der Konkurrent aus Eving zahlen.

Die Absage überraschte dann doch: Denn noch kurz vor Weihnachten hatte Dieter Baranowski, Sportlicher Leiter beim TuS, den Wechsel als schon perfekt verkündet. Gleichzeitig erhielt Hinrunden-Stammtorwart Malte Schulze-Happe die Abfuhr - vorzeitige Trennung vom Keeper, den man erst im Sommer verpflichtet hatte. Doch auch hier die Kehrtwende: Der im Moment noch rotgesperrte Keeper bleibt in Eving.

Der so heiß umworbene Abi Chargui - dem Vernehmen nach war auch der Hombrucher SV am Torhüter interessiert - scheint über den geplatzten Transfer nicht ganz traurig zu sein. "Ich hatte eigentlich ohnehin nicht vor, weiterzumachen. Ich bin beruflich sehr eingespannt", erklärt Chargui. Durch seinen Job als Spediteur kann er künftig nur sehr eingeschränkt trainieren.

"Außerdem habe ich mich bei meiner Fitness sowieso gewundert, dass überhaupt Anfragen kamen", sagt der 90-kg-Mann und streicht sich mit einem Schmunzeln über seinen Bauchansatz. Er lässt jedoch auch noch andere Hintergründe des Transfer-Theaters durchklingen. "Es ist einiges vorgefallen", meint er. Die Anfrage des TuS Eving kam noch von Thomas Biller. Der ist mittlerweile nach enttäuschender Hinrunde durch Ingo Kleefeldt abgelöst worden. "Da wäre der Druck sehr groß gewesen, wenn ich als teurer Winter-Einkauf in der jetzigen Situation zum TuS gewechselt wäre."

Offiziell bleibt der ehemalige Schalker nun bei Phönix Eving. "Es ist so abgesprochen, dass er aushilft, wenn Not am Mann ist", sagt Fußball-Obmann Andreas Seiffert. Vorerst rückt damit Benjamin Kellner beim Landesligazehnten zwischen die Pfosten. Kellner kam vor der Saison von der ÖSG Viktoria aus der Bezirksliga. "Da machen wir uns keine Sorgen", sagt Andreas Seiffert.

Autor: Felix Guth

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