Von den letzten fünf Spielen verlor die Zweitvertretung Fortuna Düsseldorfs vier. Dennoch möchte Trainer Goran Vucic das Wort „Krise“ nicht hören.

G. Vucic im Interview

"Ich finde das nicht dramatisch"

Christian Krumm
06. November 2009, 09:37 Uhr

Von den letzten fünf Spielen verlor die Zweitvertretung Fortuna Düsseldorfs vier. Dennoch möchte Trainer Goran Vucic das Wort „Krise“ nicht hören.

Stattdessen fordert er von seinen Jungs, vor der Winterpause zu punkten, um in Ruhe in die Rückrunde zu gehen.

Goran Vucic, lassen Sie das Wort Krise für die derzeitige Schwächephase Ihres Teams gelten?
Nein, zunächst einmal dürfen wir nicht vergessen, dass wir in der letzten Saison noch eine Klasse tiefer gespielt haben. Für einige Akteure ist die Regionalliga ein Riesen-Schritt. Wir haben vollkommen verdient 17 Punkte geholt und müssen damit zufrieden sein. Wenn wir jetzt noch ein paar Zähler einfahren, ist das absolut okay.

Woran liegt es, dass Ihre Elf momentan nicht so erfolgreich spielt wie zu Beginn der Saison?

Am Dienstag habe ich erst wieder die Nachricht erhalten, dass Raimund Schmitz mit einer Mittelfuß-Verletzung bis Montag nicht trainieren darf. Wenn so etwas fast täglich passiert, ist das schon sehr ärgerlich. Hinzu kommt nun ein wenig die Unsicherheit. Wenn es mit einer jungen Mannschaft läuft, ist das relativ einfach. Aber wenn nicht, dann machen sich die Spieler Gedanken. Wichtig ist für mich, dass niemand dem anderen die Schuld gibt. Wir gewinnen und verlieren zusammen.

Jetzt kommt auch noch hinzu, dass in der Zweitliga-Mannschaft fünf Leute verletzt sind. Inwiefern beeinflusst Sie das?

Das kann jederzeit passieren. Wenn das Wetter schlechter wird und die Plätzer tiefer werden, kommt es schneller zu Verletzungen. Aber für uns ist die Unterstützung der ersten Mannschaft wichtig. Marcel Gaus und Deniz Kadah zum Beispiel haben schon Tore für uns erzielt und auch alle anderen Jungs geben bei uns immer alles. Zu diesem Zeitpunkt ist es aber noch zu früh, zu vermuten, wer zu von oben zu uns kommt.

Nach der Niederlage gegen Schalke sind es nur noch zwei Punkte bis zum ersten Abstiegsplatz. Ist das genau das Szenario, vor dem Sie immer gewarnt haben?
Ja, aber die komplette Liga ist ganz eng zusammen. Mit einem Sieg gegen Saarbrücken können wir schon wieder fünf Punkte Vorsprung haben.

Jetzt kommt der Tabellenzweite Saarbrücken. Der Gegner kommt zum falschen Zeitpunkt, oder?

Wir müssen auf jeden Fall zusehen, dass wir kompakt stehen und dadurch ohne Gegentreffer bleiben. Dafür müssen wir vor allem bei Standards hochkonzentriert sein. Da haben wir in der Vergangenheit dumme Gegentore kassiert.

Wie stark ist Saarbrücken?

Das ist für mich der Aufstigeskandidat Nummer eins, Lotte ist eher eine Überraschung. Saarbrücken hat eine Top-Mannschaft, in der eine Menge Qualität steckt. Diese Mannschaft steht zurecht dort oben.

Autor: Christian Krumm

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