Lincoln und Levan Kobiaschwili haben Neu-Coach Mirko Slomka bei seiner Bundesliga-Premiere einen Sieg beschert. Durch das 2:0 (1:0) bei Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern halten die

Slomka feiert Debütsieg mit Schalke

jso
29. Januar 2006, 19:26 Uhr

Lincoln und Levan Kobiaschwili haben Neu-Coach Mirko Slomka bei seiner Bundesliga-Premiere einen Sieg beschert. Durch das 2:0 (1:0) bei Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern halten die "Knappen" Anschluss ans Spitzentrio.

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Mirko Slomka hat eine erfolgreiche Premiere als Cheftrainer in der Bundesliga gefeiert. Der neue Coach von Schalke 04 gewann mit seinem Team zum Rückrunden-Auftakt 2:0 (1:0) beim Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern und hält die Königsblauen damit im Rennen um einen Platz in der Champions League. Der Ex-Lauterer Lincoln (12.) sowie Lewan Kobiaschwili mit einem verwandelten Foulelfmeter (78.) sicherten dem einstigen Co-Trainer von Ralf Rangnick einen Einstand nach Maß als Chef auf der Schalker Bank.

Dem frühen Führungstor der Gäste ging eine umstrittene Szene voraus. Schalke-Stürmer Ebbe Sand spielte den Ball mit der Hand, doch Schiedsrichter Peter Sippel (München) ließ die Aktion weiterlaufen. "Er hat ihn nicht absichtlich mit der Hand gespielt, um sich einen Vorteil zu verschaffen", meinte 04-Manager Rudi Assauer, gab aber zu: "Manch ein Schiedsrichter hätte hier gepiffen." Vor dem 0:2 zog der Lauterer Neuzugang Jon Inge Höiland Nationalspieler Kevin Kuranyi im Strafraum zu Boden. Sippel entschied nach dem Einsatz der Norwegers auf Strafstoß, Kobiaschwili ließ sich die Chance nicht nehmen.

Die 35.549 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen in der Anfangsphase eine ausgeglichene Begegnung auf mäßigem Niveau. Weder die Gastgeber noch die Schalker konnten sich vor dem gegnerischen Tor entscheidend durchsetzen. Erst im Anschluss an das Tor Lincolns nach schöner Vorarbeit von Nationalspieler Fabian Ernst nahm die Partie Fahrt auf.

Aufgestachelt von Sands Handspiel agierten die "Roten Teufel" nach dem Rückstand wesentlich giftiger und drängten mit ihren begrenzten spielerischen Mitteln, aber großem Engagement auf den Ausgleich. Die Gäste ließen sich von der Kampfkraft der Pfälzer aber kaum beeindrucken und standen solide in der Defensive. Lediglich der zukünftige Schalker Halil Altintop hatte eine Möglichkeit zum Ausgleich (21.). Die leichte Drangphase der Lauterer war allerdings nur von kurzer Dauer. Die Königsblauen kontrollierten ohne großen Aufwand das Spiel bis zur Pause, konnten sich selbst allerdings auch keine Torchancen mehr erarbeiten.

Nach dem Seitenwechsel war der FCK zwar weiterhin um den Ausgleich bemüht, ließ die Durchschlagskraft vor dem Gästetor aber oft vermissen. Die beste Chance hatte Altintop, der in der 72. Minute das Außennetz traf. Gefährlicher als die Lauterer waren dagegen die Gäste mit schnell vorgetragenen Kontern.

Autor: jso

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