Die Heimpremiere für Stuttgarts neuen Trainer Giovanni Trapattoni ist daneben gegangen. Am zweiten Spieltag der Bundesliga unterlag der VfB im heimischen Gottlieb-Daimler-Stadion dem 1. FC Köln mit 2:3 (0:1).

1. FC Köln verdirbt Trapattonis Heimdebüt

14. August 2005, 19:32 Uhr

Die Heimpremiere für Stuttgarts neuen Trainer Giovanni Trapattoni ist daneben gegangen. Am zweiten Spieltag der Bundesliga unterlag der VfB im heimischen Gottlieb-Daimler-Stadion dem 1. FC Köln mit 2:3 (0:1).

Aufsteiger 1. FC Köln hat den VfB Stuttgart im eigenen Stadion entzaubert und "Maestro" Giovanni Trapattoni auf der VfB-Bank die Heimpremiere verdorben. Eine Woche nach dem mageren 1:1 zum Saisonauftakt beim MSV Duisburg kassierten die Stuttgarter eine 2:3 (0:1)-Niederlage. Markus Feulner (9.) und Albert Streit (47./55.) trafen für den FC, der erstmals seit 1996 mit zwei Siegen in eine Bundesligasaison gestartet ist. Für die "Geißböcke" war es der erste Auswärtssieg im Oberhaus seit dem 3:2 in Cottbus am 4. Mai 2002.

Die Aufholjagd des VfB mit Toren von Marco Streller (58.) und Christian Tiffert (69.) kam zu spät. Die Überzahl nach Gelb-Rot für Kölns Andrew Sinkala (71./unsportliches Verhalten) wussten die Gastgeber nicht mehr zu nutzen. In der 84. Minute hielt Kölns Keeper Stefan Wessels, der in der ersten Halbzeit bereits einen Elfmeter von Silvio Meißner pariert hatte, einen Freistoß von Ludovic Magnin.

"Am liebsten würde ich so weiterspielen, aber mein Arzt hat gesagt, es wäre besser, mir operieren zu lassen", meinte Doppeltorschütze Streit, der trotz eines dreifachen Jochbeinbruchs dabei war und am Montag unters Messer muss. "Ich weiß auch nicht, warum wir so spät aufgewacht sind", meinte VfB-Angreifer Streller.

Vor 49.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion waren die Kölner in der Anfangsphase die deutlich überlegene Mannschaft. Angeführt vom überragenden Nationalstürmer Lukas Podolski, der anstelle des verletzten Björn Schlicke als Kapitän auflief, erarbeiteten sich die Gäste in den ersten elf Minuten drei Tormöglichkeiten, von denen Feulner nach einer tollen Kombination über Podolski und Christian Springer allerdings nur eine zur verdienten Führung nutzte.

Zu Beginn des Spiels war dem VfB vor allem in der Rückwärtsbewegung das Fehlen von Routinier Zvonimir Soldo anzumerken. Der Kroate, der schon in Duisburg ausgewechselt worden war, wurde von Trapattoni auf die Ersatzbank verbannt. Dagegen ging der Schachzug vom Kölner Trainer Uwe Rapolder auf, den Griechen Dimitrios Grammozis als Libero aufzustellen.

Mitte der ersten Hälfte kamen die Schwaben besser ins Spiel und erarbeiteten sich eine Feldüberlegenheit. Doch obwohl die Stuttgarter mehr Druck auf das gegnerische Tor entwickelten, blieben hochkarätige Torchancen Mangelware. Dabei waren vor allem die Pässe des VfB-Mittelfelds in die Spitze oft zu ungenau. Zu allem Überfluss für die Gastgeber scheiterte Meißner in der 35. Minute mit einem Foulelfmeter an Wessels. Zuvor hatte Marvin Matip VfB-Starstürmer Jon Dahl Tomasson im Strafraum umgestoßen.

Kurz nach dem Seitenwechsel gelang den Kölnern wieder ein früher Treffer. Nach einer erneut guten Vorarbeit von Podolski ließ sich Streit die Chance aus kurzer Distanz nicht nehmen und erzielte kurz darauf sogar seinen zweiten Treffer. Trotz der deutlichen Führung geriet der Kölner Sieg in der Schlussphase aber noch einmal in Gefahr.

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