Hätte RWE auf Schalke

Wunderlich überzeugt

Frust trotz starkem Start

Aaron Knopp
20. August 2009, 14:06 Uhr

Hätte RWE auf Schalke "einfach" gewonnen, wäre es für Mike Wunderlich wohl ein nahezu perfekter Saisonstart gewesen. Nun schiebt er jedoch erstmal Frust.

Eine gute Halbzeit knüpfte Mike Wunderlich dort an, wo er gegen Kaiserslautern II aufgehört hatte: Als spielstarker Mittelfeldmann, als Ideen- und Passgeber mit starken Standards. Nach dem Wechsel ließ sich aber auch der Ex-Kölner von der Verunsicherung der Teamkollegen anstecken. Weshalb die Niederlage noch immer an ihm nagt: „Da brauchst du schon ein paar Tage, um so etwas wegzustecken“, offenbart der „Zehner“.

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Woran es letztlich gelegen hat, kann aber auch der 23-Jährige nicht genau erklären: „Eigentlich war es von unserer Seite ein richtig gutes Spiel mit viel Tempo, aber wenn du so einen hohen Aufwand betreibst, musst du einfach auch mal ein Tor machen.“ Denn in der Schlussphase machte sich dann doch ein Kräfteverschleiß bemerkbar. „Klar, es war heiß, auch wenn das keine Entschuldigung sein darf. Vielleicht hätten wir es die ersten 20 Minuten in der zweiten Hälfte auch eher spielerisch versuchen sollen und nicht schon gleich mit langen Bällen.“

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Mittlerweile ist das ohnehin Makulatur, mehr als Lehren für künftige Auftritte gibt es nicht mehr zu gewinnen. Eine Systemfrage will er aus der Niederlage aber nicht ableiten, auch wenn es bisweilen den Anschein hatte, als stünden sich Wunderlich und Markus Neumayr als zweiter Kreativer auf den Füßen. „Das hat doch in den ersten 30 Minuten auch funktioniert“, findet Wunderlich. Daher hat er auch
ichts gegen wechselnde Systeme: „Natürlich ist es leichter, wenn wir uns irgendwann mal auf etwas einstellen, aber es hängt ja auch immer davon ab, was der Trainer vor hat und gegen wen wir spielen.“ Viele Gedanken muss sich Wunderlich darum aber eigentlich auch nicht machen, schließlich dürfte er vorerst gesetzt sein.

Autor: Aaron Knopp

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