Marcel Koller wird neuer Cheftrainer beim VfL Bochum.

VfL Bochum schnappt sich Coach Koller

er
23. Mai 2005, 15:19 Uhr

Marcel Koller wird neuer Cheftrainer beim VfL Bochum. "Wir wollen gemeinsam den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffen", so der Schweizer, der noch bis Juni 2004 den 1. FC Köln betreut hatte.

Der VfL Bochum geht mit Marcel Koller als neuem Trainer in die kommende Zweitliga-Saison. Der 44-Jährige, am 14. Juni 2004 als Cheftrainer beim damaligen Zweitligisten 1. FC Köln entlassen, wurde am Montag im Ruhrstadion als Nachfolger von Peter Neururer vorgestellt.

"Die Entscheidung ist uns nach eingehenden Gesprächen mit Herrn Koller leicht gemacht worden. Diese Verpflichtung soll den Grundstock bilden für den schweren Weg zurück in die erste Liga", sagte der mächtige Bochumer Aufsichtsratsvorsitzende Werner Altegoer bei der Vorstellung Kollers zwei Tage nach dem vorerst letzten Bundesligaspiel des VfL beim Hamburger SV (1:0).

"Der Fußball hat mir sehr gefehlt"

Koller, der einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnete, kann den Trainingsauftakt am 27. Juni kaum abwarten: "Ich bin richtig heiß. Ich hatte ein Jahr lang Pause. Der Fußball hat mir sehr gefehlt", sagte der Schweizer, der Köln in 23 Bundesliga-Spielen nur zu vier Siegen geführte hatte, mit den "Geißböcken" abgestiegen war und daraufhin für Huub Stevens Platz machen musste. Danach habe er sich verschiedene Spiele in Deutschland, der Schweiz und sogar Australien angeschaut, zu einem neuen Engagement war es für den ruhigen, akribischen Arbeiter aber nicht gekommen.

Dass der neue Coach eine völlig andere Mentalität besitzt als der alte, sieht Altegoer nicht als Problem an: "Wir sind anpassungsfähig. Herr Koller ist ein anderer Typ als Herr Neururer, aber wir haben keine Umstellungsschwierigkeiten."

Obwohl sich einige Bochumer Spieler noch nach dem 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart am vorletzten Spieltag für eine Weiterbeschäftigung Neururers eingesetzt hatten, glaubt Koller an keinen schweren Start in Bochum. "Natürlich muss man aufeinander zugehen und sich finden. Es spricht für die Spieler, wenn sie so hinter dem Trainer stehen. "Wir wollen gemeinsam den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffen".

Autor: er

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