Seit Wochenbeginn bereitet sich Dortmunds U19 auf die Saison vor. Freitag stießen die Altjahrgänge, im letzten Jahr Vizemeister und Pokalfinalist, zum Team.

BVB U19:

„Ein bisschen Bootcamp wird dabei sein“

19. Juli 2009, 13:57 Uhr

Seit Wochenbeginn bereitet sich Dortmunds U19 auf die Saison vor. Freitag stießen die Altjahrgänge, im letzten Jahr Vizemeister und Pokalfinalist, zum Team.

„Die Niederlagen kommen immer mal wieder hoch, aber ich bin jetzt nicht von der Brücke gehüpft“, will Trainer Peter Hyballa den Blick nach vorne richten. Was man von seiner Truppe erwarten darf, verrät der Coach im RS-Interview.
Peter Hyballa, ist die vergangene Saison endgültig abgehakt?

Letztendlich verarbeitet man so ein Ding nie ganz richtig. Du hast also zwei Möglichkeiten: Entweder wirst du depressiv oder du sagst dir: ‚Jetzt erst Recht!’ Ich habe mich für die zweite Variante entschieden. Die Sucht nach der Deutschen Meisterschaft treibt mich immer weiter an.

Wird das Verlangen in der kommenden Saison gestillt?

Ich freue ich mich schon wieder auf die neue Mannschaft und die Herausforderung. Ich glaube nämlich nicht, dass wir im neuen Jahr als Top-Favorit gesehen werden. Das wird ein anderes Arbeiten.
Was spricht dafür, dass Sie diesmal den Titel holen werden?

Wir haben eine ganz gute Truppe zusammen. Akteure wie Marc Hornschuh und Lasse Sobiech, die für die Amateure eingeplant sind, werden uns fehlen. Aber ich glaube, dass wir ganz gut übers Kollektiv kommen werden.
Wem trauen Sie am ehesten die Rolle als Leistungsträger zu?

Marco Stiepermann wird sicherlich ein Führungsspieler werden, Tim Hermes wird auf der linken Seite einiges bewirken. Ich glaube, der ein oder andere wird einen Weg gehen, den er selbst noch gar nicht so auf der Rechnung hat. Dass Tolgay Arslan so einschlagen würde, hatten vor zwei Jahren auch nicht viele erwartet.

Eigentlich müsste an dieser Stelle Mario Götze genannt werden, oder?

Ich finde, dass man den Kleinen ein bisschen in Ruhe lassen sollte. Für ihn ist es wichtig, weiterhin das Spiel zu lieben. Auf Mario prasselt fiel ein.

Wird für Ihre Talente der Schritt zu den Senioren schwieriger, nachdem die Reserve in die 3. Liga aufgestiegen ist?

Jeder gute Kicker in der U19-Bundesliga könnte auch in der Regionalliga zum Kader gehören. In der dritten Klasse wird sicher eher ausgesiebt, das wird sich bemerkbar machen.

Sie haben gleich sechs externe Neuzugänge verpflichtet. Wie kam es dazu?

Wenn Daniel Ginczek, Sobiech und Hornschuh bei uns geblieben wären, hätten wir wahrscheinlich nicht so viele geholt. Aber wir sind von den sechs überzeugt. Man braucht eine Kaderstärke von 22 Leuten, um einen Konkurrenzkampf zu schüren. Außerdem bist Du als A-Jugend eine ‚Sandwich-Mannschaft’. Wenn bei den Profis oder den Amateuren jemand fehlt, wird die Lücke mit unseren Jungs geschlossen.

Am Sonntag unternehmen Sie mit Ihrem Team eine Kanutour. Haben Sie nicht Angst, schon wieder baden zu gehen?

Solche Maßnahmen sind wichtig fürs Teambuilding, der Spaß darf nicht zu kurz kommen. Die Vorbereitung ist lang und zäh. Da ist man irgendwo auch ein Koch, der verschiedene Desserts anbieten muss.

Allerdings dürften Ihren Jungs nicht alle Nachspeisen schmecken, oder?
Wir werden ein zwölftägiges Trainingslager in der Nähe von Freiburg absolvieren. Das ist das Herzstück der Vorbereitung, da wird auch ein bisschen Bootcamp dabei sein. Die Jungs müssen schließlich malochen, wenn sie Profis werden wollen. Aber natürlich werden wir die Belastung dosieren, man muss ja nicht jeden Tag Medizinbälle stemmen.

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