Axel Lawarée ist entspannt. Dazu hat er auch allen Grund.

Düsseldorf: Axel Lawarée und seine belgische Anhängerschaft

„Mein Schwiegerpapa ist immer da“

Christian Krumm
17. Juli 2009, 11:17 Uhr

Axel Lawarée ist entspannt. Dazu hat er auch allen Grund.

Nach der schweren Verletzung im vergangenen Winter musste er mehrere Monate pausieren, ehe er im Schlussspurt von Coach Norbert Meier aufgrund seiner Erfahrung wieder in die Startelf geworfen wurde. „Das war nicht einfach, aber ich wollte der Mannschaft unbedingt helfen“, betont der Belgier. „Aber jetzt fühle ich mich körperlich wieder richtig gut. Das einzige, was mir noch fehlt, ist die Schnelligkeit.“

Aber auch in diesem Punkt macht sich der routinierte Angreifer keine Sorgen. „Unser Coach hat das Trainingsprogramm gut abgestimmt. Also bin ich mir sicher, dass die Spritzigkeit in den nächsten Wochen noch kommt“, sagt Lawarée, der vermutlich eines seiner letzten Trainingslager bestritten hat. „Ich bin nicht begrenzt, was meine Karriere angeht“, hält er sich aber alle Möglichkeiten offen. „Nach der letzten Verletzung habe ich mich natürlich gefragt, ob ich wieder kommen kann. Aber ich bin ein Kämpfer und habe es gepackt. Ich weiß, als Fußballer kann einem ständig etwas passieren. Deshalb genieße ich auch jeden Tag.“

Lawarée könnte im Bundesliga-Unterhaus ein ganz wichtiger Spieler werden. Schließlich hat er in seiner letzten Saison in dieser Klasse für den FC Augsburg 15 Treffer erzielt. Keine Frage, dass sich der Stürmer gut auskennt. „Trotzdem ist es schwer etwas vorherzusagen. Das ist eine ganz verrückte Klasse. Es ist zu jedem Zeitpunkt möglich, dass der Letzte den Ersten schlägt. Fakt ist, du musst genug Erfahrung haben, um eine ganze Saison auf einem gutem Level zu spielen. Nur so hast du eine Chance“, weiß der „Oldie“, der hinzufügt: „Unser großes Ziel ist es, nicht abzusteigen. Dafür brauchen wir jeden einzelnen Mann in unserem Kader. Auch wenn jemand am ersten Spieltag nicht dabei ist, kann es gut sein, dass er ein paar Partien später gebraucht wird.“

Man hört klar heraus, Lawarée ist Teamplayer durch und durch. „Ich bin jetzt schon etwas älter. Die Torquote ist mir nicht mehr so wichtig. Wenn ich durch meinen läuferischen Einsatz der Mannschaft helfe, ist das genauso viel wert“, betont er.
Auch in Liga zwei kann sich Lawarée der Unterstützung seiner Anhängerschaft sicher sein. „Ein paar Freunde aus Belgien kommen, um mich zu unterstützen. Mein Schwiegerpapa ist immer dabei. Die Leute kennen mich schon lange und sind selbst fünf, sechs Mal in der Saison nach Wien gekommen, als ich noch bei Rapid gespielt habe“, strahlt der 35-Jährige. „Das ist wirklich schön.“

Autor: Christian Krumm

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