In Erfurt und Dresden träumen die Fußballfans vom Zweitliga-Aufstieg, in Aue und Jena mindestens vom gesicherten Mittelfeld.

3. Liga: Zweitliga-Träume in Erfurt und Dresden

Aue und Jena wollen ins Drittliga-Mittelfeld

sid
15. Juli 2009, 14:32 Uhr

In Erfurt und Dresden träumen die Fußballfans vom Zweitliga-Aufstieg, in Aue und Jena mindestens vom gesicherten Mittelfeld.

Nach der schweren Premierensaison in der 3. Liga mit teilweise monatelangem Abstiegskampf ist vor der am 25. Juli beginnenden neuen Spielzeit bei den vier Ex-Zweitligisten aus Mitteldeutschland Optimismus Trumpf. `Die Ostvereine werden besser mitspielen als zuletzt´, meint der gerade zum Cheftrainer bei Erzgebirge Aue aufgestiegene Rico Schmitt. Der erhält Rückendeckung von Rot-Weiß Erfurts Manager Stephan Beutel, der die Auffassung vertritt, "dass in der neuen Saison kein Ostverein etwas mit dem Abstieg zu tun haben wird".

Beutel hat den zweitligaerfahrenen Rainer Hörgl (ehemals Augsburg) in die Blumenstadt geholt. Der Trainer soll mit einer gut besetzten und eingespielten Truppe die Vorgabe "Wir wollen diesmal bis zum Ende ganz oben mitspielen" umsetzen. Weil das zuletzt Karsten Baumann nur eine Halbserie schaffte, musste er seinen Stuhl bei den Rot-Weißen räumen. Geradezu euphorisch blickt die große Anhängerschar von Dynamo Dresden in die Zukunft.

Am 15. September wird das neue Stadion eingeweiht. Sollten die Schwarz-Gelben dann ähnlich erfolgreich spielen wie in der Rückrunde der abgelaufenen Saison (Rang fünf), könnten 30.000 Zuschauer in der dann ausverkauften Arena die Regel sein. "Wir bauen auf unsere Heimstärke. Auch wenn wir wissen, dass wir nicht alle Spiele gewinnen werden", sagt Ruud Kaiser. Der Dynamo-Trainer will offiziell nicht vom Dreijahresplan (1. Saison in der Liga ankommen, 2. Saison oben mitspielen, 3. Saison aufsteigen) abrücken, sagt aber dann doch: "Wir wollen besser abschneiden als Platz neun, den wir erreicht haben. Aber wenn es mit dem Aufstieg klappt, würden wir uns nicht wehren."

Anders als bei den ambitionierten Teams aus den auch wirtschaftlich überlegenen Landeshauptstädten von Thüringen und Sachsen wird nach der zurückliegenden Saison beim erst in letzter Minute dem Abstieg entronnenen FC Carl-Zeiss Jena zunächst auf Konsolidierung geachtet. Das Personalkarussell (vier Trainer innerhalb eines Jahres, Umbesetzungen auf fast allen Funktionärsposten) soll zum stehen kommen, eine noch im Saisonetat klaffende Lücke von 500.000 Euro geschlossen werden.

Trainer Rene van Eck, der erst gefeuert wurde und nach 67 Tagen seinen Nachfolger Marc Fascher selbst wieder beerbte, setzte in der Vorbereitung konsequent auf Balltraining und will vor allem die Stabilität der Abwehr verbessern. In Aue schließlich scheinen die Reserven aus fünf Jahren Zweitklassigkeit aufgebraucht, der Etat wurde von 5,1 auf 4,3 Millionen Euro reduziert und vom Bundesliga-Stadion, dessen Modell der scheidende Präsident Uwe Leonhardt vor nicht allzu langer Zeit schon präsentierte, spricht in der strukturschwachen Region niemand mehr.

Autor: sid

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren