Keine 24 Stunden nach Beendigung seiner ersten Trainingseinheit hat Felix Magaths hartes Programm schon das erste Opfer gefunden.

Schalke: Magath will nach Jones’ Ausfall schnell einen Defensivspieler

Treffen an der Kö

28. Juni 2009, 10:47 Uhr

Keine 24 Stunden nach Beendigung seiner ersten Trainingseinheit hat Felix Magaths hartes Programm schon das erste Opfer gefunden.

Der Ausfall von Jermaine Jones hat aber weniger mit den knüppelharten Übungen des Meistertrainers zu tun, sondern hat seine Ursache in einer wohl verschleppten Verletzung.

Denn Jones hat sich einen Haarriss im linken Schienbein zugezogen und wird vorerst auf unbestimmte Zeit ausfallen. Ob der künftige US-Nationalspieler operiert werden muss, steht noch nicht fest. Mit der gleichen Blessur musste Jones zu seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt vier Monate pausieren.
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Daher denkt Magath daran, für die aus seiner Sicht ohnehin unterbesetzte Defensive Verstärkung zu holen. „Es kann gut sein, dass da relativ kurzfristig etwas passieren wird“, deutete der 55-Jährige am Samstag an. Am Abend zuvor wwar der Schalker Teammanager an der Düsseldorfer „Kö“ mit einem dunkelhaarigen Mittzwanziger gesehen worden. Der mögliche Neuzugang soll bestenfalls schon mit ins Trainingslager nach Marienfelde fahren.

Im „Hotel Klosterpforte“ in der Nähe von Gütersloh schlagen die Schalker ab Montag ein viertägiges Kurztrainingslager auf, in dem vorwiegend dem Laufsport gefrönt werden soll. Unter Magath ist es üblich, in der Vorbereitung zweimal in Klausur zu gehen. Das Camp vom 6. bis 11. Juli in Herzlake soll daher schon ein wenig der Feinjustierung dienen, doch vorher wird richtig Gas gegeben. „Ich kenne die Bedingungen in Marienfelde, da ich schon mit einigen Vereinen dort war. In den vergangenen Jahren bin ich zwar meistens zu einem Lauftrainingslager an die Nord- oder Ostsee gefahren, aber dort war nichts Adäquates mehr zu finden“, erklärt Magath.
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Neben dem vielleicht zweiten externen Transfer nach Jan Moravek von Bohemians Prag wird auf jeden Fall ein neues Gesicht mit an Bord gehen: Bernd Dreher. Der 42-jährige Ex-Profi von Bayer Leverkusen, Bayer Uerdingen und Bayern München wird Torwarttrainer bei den Königsblauen. „Bernd Dreher hat in Oliver Kahn jahrelang den besten Torhüter der Welt trainiert. Er ist der Richtige, um die gute Arbeit von Oliver Reck auf Schalke fortzuführen und unsere Schlussmänner mit Manuel Neuer an der Spitze noch ein Stückchen besser zu machen“, freut sich Magath, diesen Posten in seinem Funktionsteam optimal besetzt zu wissen.
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Am Samstag führte noch Bernd Hollerbach das Programm mit den zurzeit anwesenden Keepern Mathias Schober und Mohamed Amsif durch. Neuer soll sich übrigens dafür ausgesprochen haben, den Vertrag mit Reck nicht unbedingt zu verlängern, da er der Meinung gewesen sei, sich unter dem 44-Jährigen nicht mehr weiterentwickeln zu können.

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