Jozef Kotula war in aller Munde. Zumindest als es nach der Saison um die Frage ging, wen die von Thomas Strunz angkündigten personellen Konsequenzen treffen würden, hatte der Name des Rechtsverteidigers Konjunktur.

RWE: Strunz hat neuen Rechtsverteidiger an der Angel

Kotula beendet das unglückliche Kapitel

Aaron Knopp
28. Juni 2009, 18:21 Uhr

Jozef Kotula war in aller Munde. Zumindest als es nach der Saison um die Frage ging, wen die von Thomas Strunz angkündigten personellen Konsequenzen treffen würden, hatte der Name des Rechtsverteidigers Konjunktur.

Am Freitag veröffentlichte der Verein nun die Nachricht, dass der 32-Jährige den Verein verlassen wird. Obwohl Kotula in den Planungen von Strunz eigentlich eine feste Größe war.

„Meine Schwiegereltern haben ein paar Probleme, deshalb habe ich den Verein darum gebeten, dass ich zurück in meine Heimat wechseln darf“, erklärt der Verteidiger. Und unter diesen Umständen hat sich Strunz nicht lange bitten lassen: „Es macht einfach keinen Sinn, einen Spieler zu behalten, der mit den Gedanken eigentlich in der Heimat ist. Wenn ich private Probleme habe, kann ich mich nicht zu 100 Prozent auf den Fußball konzentrieren. Aber das war in Ordnung, wir sind immer offen miteinander umgegangen und sind seinem Wunsch daher selbstverständlich nachgekommen.“

Vielleicht für beide Seiten nicht die schlechteste Entwicklung, denn zuletzt konnte man sich nur schwer dem Eindruck erwehren: Kotula und RWE - das passt nicht mehr. Ein Eindruck, den der Familienvater sogar noch unterstreicht: „Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich in den letzten ein, anderthalb Jahren gar keinen richtigen Spaß mehr am Fußball hatte. In Essen hatte ich sicherlich nicht meine beste Zeit.“

Die Ursachenforschung gestaltet sich dabei schwierig, zumindest will Kotula nicht so ganz mit der Sprache herausrücken. „Ich weiß nicht, woran es letztendlich gelegen hat. Es kamen einfach eine ganze Menge Dinge zusammen.“ Rückblickend betrachtet verlief die Entwicklung des Defensiven parallel zur sportlichen Entwicklung. „Am Anfang habe ich mich in Essen schon noch wohlgefühlt, aber nachdem Heiko Bonan wegging, ging es irgendwie stetig bergab.“ So richtig überraschen konnte die Vertragsauflösung also eigentlich niemanden.

Vielleicht konnte Strunz auch deshalb so schnell reagieren und die Baustelle auf der rechten Position der Viererkette gleich wieder schließen. „Wir sind uns mit einem Rechtsverteidiger einig. Am Montag werden wir ihn vorstellen“, verspricht Strunz.

Autor: Aaron Knopp

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