VfL nach 1:3 in Rostock kaum noch zu retten

12. März 2005, 20:49 Uhr

Fußball-Bundesligist Hansa Rostock hat seine katastrophale Heimserie nach 293 Tagen beendet. Die stark abstiegsgefährdeten Mecklenburger brachen im 13. Anlauf den Bann mit einem 3:1 (1:0) gegen den VfL Bochum.

Fußball-Bundesligist Hansa Rostock hat seine katastrophale Heimserie nach 293 Tagen beendet. Die stark abstiegsgefährdeten Mecklenburger brachen im 13. Anlauf den Bann mit einem 3:1 (1:0) gegen den VfL Bochum. Damit zog die Mannschaft von Trainer Jörg Berger, der seinen 100. Sieg als Bundesligatrainer feierte, den Westfalen in der Tabelle auf Platz 16 vorbei und darf wieder vom Klassenerhalt träumen. Für den VfL, der zum 9. Mal in Folge auswärts verlor, rückt der 5. Abstieg der Vereinsgeschichte hingegen immer näher.

Vor 18.600 Besuchern im Ostseestadion brachte Antonio di Salvo, der nur wegen einer Magen-Darm-Infektion von Marcus Allbäck kurzfristig in die Mannschaft gerutscht war, mit seinem dritten Doppelpack der laufenden Saison die Hanseaten auf die Siegerstraße (36. und 49.). Der Schwede Rade Prica erhöhte nach 52 Minuten mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern auf 3:0. Edu gelang nur noch der Bochumer Anschlusstreffer (70.).

VfL-Trainer Peter Neururer hatte seine Mannschaft für das wichtige Auswärtsspiel eigens auf vier Positionen umgestellt. Aber weder die Rehabilitierung von Kapitän Dariusz Wosz als Mittelfeldregisseur noch der Einsatz von Martin Meichelbeck für Raymond Kalla in der Viererkette brachte den erhofften Erfolg. Bochum spielte über weite Strecken wie ein Absteiger und wachte erst nach dem dritten Gegentreffer auf.

Der FC Hansa, der erstmals in dieser Saison zwei Siege in Serie feierte, verzeichnete endlich einmal eine ordentliche Quote beim Verwerten guter Torchancen. Beim 1:0 durch di Salvo half allerdings Bochums Torsteher Rein van Duijnhoven tatkräftig mit, als er einen Schuss von Ronald Maul nicht festhalten konnte. Auch bei den Toren zwei und drei leistete sich der VfL klägliches Defensivverhalten und bereitete den Hansa-Stürmern den Weg zum Tor.

Die Westfalen hätten mit ein wenig Glück nach Edus Anschlusstreffer nur zwei Minuten später die Partie noch einmal spannend machen können. Doch der eingewechselte Tommy Bechmann scheiterte aus kurzer Distanz an Mathias Schober, Meichelbeck traf nach 81 Minuten den Pfosten.

Bei Rostock gefiel neben Doppeltorschütze di Salvo der Finne Jari Litmanen sowie Uwe Möhrle in der Viererkette. Beim VfL, bei dem die Zukunft von Trainer Peter Neururer nach der beschämenden Vorstellung an der Ostsee möglicherweise doch in Frage gestellt wird, brachte Bechmann in der zweiten Halbzeit Schwung, Edu gefiel immerhin eine halbe Stunde lang.

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