Die Verantwortlichen von UEFA-Cup-Sieger FCR Duisburg müssen sich vor dem vorentscheidenden Spiel um die deutsche Frauenfußball-Meisterschaft am Dienstagabend bei Tabellenführer Bayern München mit dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auseinandersetzen.

Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung gegen Duisburg

Verdacht: FCR schenkt den Meistertitel her

sid
26. Mai 2009, 12:16 Uhr

Die Verantwortlichen von UEFA-Cup-Sieger FCR Duisburg müssen sich vor dem vorentscheidenden Spiel um die deutsche Frauenfußball-Meisterschaft am Dienstagabend bei Tabellenführer Bayern München mit dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auseinandersetzen.

FCR-Trainerin Martina Voss, die am vergangenen Freitag mit ihrem Team den Europacup gewonnen hat und die am Samstag im DFB-Pokalfinale gegen Turbine Potsdam antreten muss, hat im Vorfeld der Nachholpartie angekündigt, nur mit einem Reserveteam bei den Bayern antreten zu wollen.

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Sie selbst werde noch nicht einmal die Reise nach Bayern antreten, sondern mit den Top-Spielerinnen zu Hause trainieren. Als Grund für diesen Schritt nennt Voss Ärger mit den Klubs und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei Terminabsprachen.

Damit scheint der Weg der Münchnerinnen zur ersten Meisterschaft seit 33 Jahren frei zu sein. Nur eine Niederlage der Bayern (51 Punkte/20 Spiele) gegen Duisburg (47 Punkte/20 Spiele) hätte dem FCR und vor allem dem Tabellenzweiten Potsdam (51 Punkte/21 Spiele) eine reelle Chance auf den Titelgewinn am letzten Spieltag (7. Juni) gegeben.

Der DFB zeigte kein Verständnis für das Vorgehen der Duisburgerinnen. "Die Verantwortlichen beim FCR haben diese Entscheidung zu treffen. Der FCR Duisburg war aber, wie alle Vereine, vor der Saison im Sommer 2008 in die Terminplanungen eingebunden", sagte die DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball, Hannelore Ratzeburg.

Autor: sid

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