Entscheidend is‘ auf’m Platz! – Aber nicht nur da! Wenn sich die besten Fußball-Talente zum Länderpokal-Turnier treffen, zählt fünf Tage lang auch das „Drum und dran“. Dribbeln, Passen und Tagesform sind wichtig – genauso gefragt sind aber auch Durchsetzungskraft, Persönlichkeit und Teamfähigkeit.

Frauen-Fußball: Talentschau beim U15-Länderpokal der Mädchen

Wenn Träume wahr werden…

Rüdiger Zinsel
21. Mai 2009, 08:37 Uhr

Entscheidend is‘ auf’m Platz! – Aber nicht nur da! Wenn sich die besten Fußball-Talente zum Länderpokal-Turnier treffen, zählt fünf Tage lang auch das „Drum und dran“. Dribbeln, Passen und Tagesform sind wichtig – genauso gefragt sind aber auch Durchsetzungskraft, Persönlichkeit und Teamfähigkeit.

Es geht um die Karriere. Und diesmal sind die Mädchen dran: Eine für alle – alle für eine! Die rund 300 besten U15-Kickerinnen aus ganz Deutschland treffen sich in der Sportschule Duisburg-Wedau, um zu zeigen, was sie drauf haben.

Diesmal geht es vom 20. bis 24. Mai um Tore, Punkte und den Pokal – aber auch darum, sich vor den Augen der DFB-Trainerinnen für einen Platz in der Nationalmannschaft zu bewerben. So wie vier ausgesuchte Talente es bei der letzten Auflage des Länderpokals erfolgreich getan haben… Ein Rückblick:

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/769-12220_preview.jpeg Bühne frei zur Talentschau (v.l.n.r.): Linda Dallmann , Kyra Malinowski, Julia Zumdick und Sofia Nati (Foto: Rüdiger Zinsel).[/imgbox]

Zum Glück hat‘s bei Julia mit der „3“ in Mathe noch geklappt. „Das ist Voraussetzung, um mitfahren zu dürfen“, weiß die 15-jährige Fußballerin. Ohne vernünftige Leistungen in der Schule ist es nämlich Essig mit dem Länderpokal. Das große Turnier, zu dem sich über 300 talentierte Kickerinnen in der Sportschule Wedau treffen und zu dem auch viele Freunde und Familienangehörige den Weg ins Revier finden, dauert ein paar Tage. Und es sind noch keine Ferien. „Deshalb haben wir drei Tage schulfrei bekommen. Das war zum Glück kein großes Problem“, verrät Julia Zumdick, Abwehrspielerin aus der U15-Auswahl des Westfälischen Fußballverbands.

Als Julias Team in Duisburg ankommt, haben die Westfalen-Mädchen ihr Abschlusstraining in Kaiserau hinter sich. Da haben sie sich vorbereitet, die letzte Nacht vor dem Turnier schon in Trainingslager-Atmosphäre verbracht und vom Sieg geträumt. Und von der Nationalmannschaft. Träumen ist ja wohl erlaubt! Einfacher war die Vorbereitung für die Mädels vom Niederrhein. Die haben hier jedes Jahr ein Heimspiel und sind heiß auf den Titel. Der Länderpokal ist so etwas wie eine Deutsche Meisterschaft. Alle 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) schicken nur die Besten der Besten an die Wedau. Jedes Jahr. Und zu den Favoriten zählen die Teams vom Niederrhein und aus Westfalen.

„Bei uns ist das Schönste, Spaß beim Fußball und gemeinsam Erfolg zu haben. Vielleicht ist das ein Unterschied zu den Jungs. Die haben wohl größeren Konkurrenzdruck“, meint Kyra Malinowski. Das ist die Kapitänin aus Julias Westfalen-Team und schon Nationalspielerin: In England hat die 15-jährige Gymnasiastin, die im Mittelfeld die Fäden zieht, ihr erstes Match im Trikot mit dem Bundesadler gemacht. Und genau darum geht es (neben dem Länderpokal fürs eigene Team): Die besten Spielerinnen werden zu DFB-Lehrgängen eingeladen. Da werden die Nationalspielerinnen von morgen geformt.

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Autor: Rüdiger Zinsel

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