Am 12. Spieltag der Bundesliga hat Schalke 04 beim Hamburger SV mit 2:1 gewonnen. Stefan Beinlich hatte die Führung für die Hausherren erzielt, doch Mike Hanke und Lincoln drehten die Partie in der Schlussphase.

Schalke auch in Hamburg nicht zu stoppen

07. November 2004, 19:29 Uhr

Am 12. Spieltag der Bundesliga hat Schalke 04 beim Hamburger SV mit 2:1 gewonnen. Stefan Beinlich hatte die Führung für die Hausherren erzielt, doch Mike Hanke und Lincoln drehten die Partie in der Schlussphase.

Durch einen Doppelschlag von Mike Hanke und Lincoln hat Bundesligist Schalke 04 seine Superserie auf sechs Siege ausgebaut und zugleich Trainer-Neuling Thomas Doll die erste Niederlage beigebracht. Nach dem 2:1 (0:0)-Erfolg beim Hamburger SV sind die Schalker punktgleich mit Tabellenführer VfL Wolfsburg, nur zwei weniger erzielte Tore trennen die Knappen vom ersten Spitzenplatz seit Mai 2001. Für Dolls Hamburger dagegen war es die erste Niederlage im vierten Spiel, wodurch der HSV auf Rang 14 blieb.

Stefan Beinlich hatte die Gastgeber in der 47. Minute in Führung gebracht. In der Schlussphase drehten die Schalker drei Tage nach dem 1:0 im UEFA-Cup bei Heart of Midlothian die Partie noch um. Der in der 66. Minute für Ailton eingewechselte Hanke (79.) sowie der schon in Edinburgh erfolgreiche Brasilianer Lincoln (81.) erzielten die Treffer.

Beide Mannschaften zeigten vor 53.487 Zuschauern in der AOL-Arena, warum sie zuletzt in der Bundesliga so erfolgreich waren. Die Gäste mischten von Beginn an offensiv mit und demonstrierten ihr großes Selbstvertrauen. Aber die Gastgeber hielten jederzeit dagegen. So entwickelte sich eine intensive Partie, die von zahlreichen Duellen im Mittelfeld geprägt wurde. Es gab unzählige Zweikämpfe und die Abwehrreihen standen insgesamt sicher, so dass es in der ersten Halbzeit kaum zu Torgelegenheiten kam. Die größte Aufregung gab es in der 29. Minute, als Emile Mpenza nach einem Zweikampf mit Levan Kobiaschwili im Strafraum zu Fall kam, Schiedsrichter Stefan Trautmann sich aber nicht zu einem Elfmeterpfiff durchringen konnte.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Doll, dessen Elf zum vierten Mal in Folge mit der gleichen Anfangsformation auflief, den Japaner Naohiro Takahara gegen Mehdi Mahdavikia aus, David Jarolim wechselte gleichzeitig für Sergej Barbarez auf die Spielmacher-Position. Dieser Schachzug zahlte sich bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn aus, als Jarolim Beinlich auf der linken Seite freispielte und der Berliner Gäste-Torwart Frank Rost keine Chance ließ. In der Folge verstärkten die Schalker ihre Bemühungen um den Ausgleich, waren dabei aber anfällig für Konter. Mpenza (64.), Khalid Boulahrouz (66.) sowie Barbarez (70./74.) verpassten dabei allerdings gute Chancen zur möglicherweise vorentscheidenden 2:0-Führung.

In der Schlussphase rannten die Gelsenkirchener weiterhin energisch gegen das HSV-Tor an. In der Schlussoffensive gingen sie allerdings ohne den völlig enttäuschenden Torjäger Ailton an, den Trainer Ralf Rangnick bereits in der 66. Minute gegen Mike Hanke ausgewechselt hatte. Diese Einwechslung erwies sich dann auch zwölf Minuten vor Schluss als Glückstreffer für die Gäste.

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