Seit Sonntag, 16.15 Uhr, ist es amtlich. Der neue Trainer des Landesligisten TV Jahn Hiesfeld heißt Markus Feldhoff. Wenige Minuten nach dem Abpfiff und der 0:1-Niederlage der „Veilchen“ wurde Ex-Trainer Gerd Ott zum Vorstand gerufen – dort wurde ihm die Entlassung mitgeteilt. Markus Feldhoff und Fußballobmann Erwin Dickmann hatten da schon seit Mitte der ersten Hälfte das Match verfolgt.

Landesliga 3 Niederrhein: Punkte für Jahn Hiesfeld am "grünen Tisch"

Gerd Ott weg, Markus Feldhoff da

Andreas Gellert
05. Dezember 2006, 19:32 Uhr

Seit Sonntag, 16.15 Uhr, ist es amtlich. Der neue Trainer des Landesligisten TV Jahn Hiesfeld heißt Markus Feldhoff. Wenige Minuten nach dem Abpfiff und der 0:1-Niederlage der „Veilchen“ wurde Ex-Trainer Gerd Ott zum Vorstand gerufen – dort wurde ihm die Entlassung mitgeteilt. Markus Feldhoff und Fußballobmann Erwin Dickmann hatten da schon seit Mitte der ersten Hälfte das Match verfolgt.

Am Montag dann das erste „offizielle“ Treffen und die Vorstellung des Neu-Trainers im Vereinsheim mit Obmann Erwin Dickmann, dessen Stellvertreter Raimund Schwarzer und Geschäftsführer Horst Brandt. Dort gab es gleich Grund zum Jubeln, und zwar über den ersten „Sieg“ des neuen Hiesfelder-Linienchefs. Markus Feldhoff ist gerade einmal 24 Stunden im Amt und hat bereits die Abstiegsplätze verlassen.

Ausschlaggebend dafür ist jedoch weniger der neue „Veilchen“-Coach, als vielmehr ein Formfehler von Sterkrade 06/07. Die Oberhausener setzten am zweiten Spieltag im Heimspiel gegen den TV Jahn mit Nedim Kesetovic einen Akteur ein, der nicht spielberechtigt war. Somit wird das 2:1 der Gastgeber in ein 2:0 für Hiesfeld umgewandelt. Die Dinslakener klettern damit auf Tabellenplatz 13 und verlassen die Abstiegsränge.[infobox-right][imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_166.jpg Gefunden in: RevierSport.[/imgbox]Ab Februar 2007 werden reviersport.de und revierkick.de zu einem neuen Sportportal verschmelzen.[/infobox]

Aber auch ohne diese positive Nachricht von der Spruchkammer, zeigte sich Feldhoff offen. „Meine beiden Söhne spielen hier Fußball und fühlen sich sehr wohl. Ich freue mich auf diese Aufgabe, die ich vollkommen unbelastet angehen kann. Ich habe die Mannschaft gegen Lintfort und Osterfeld gesehen und denke, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen können, erklärt der 32-Jährige, der auch im Falle des Abstiegs am Rotbach bleiben will: „Wir haben einen langfristigen Plan. Ich will dem Verein auf Dauer weiterhelfen. Ich denke, dass ich auch irgendwann für Hiesfeld spielen werde.“

Momentan ist Feldhoff allerdings noch beim Regionalligisten VfL Osnabrück unter Vertrag. Da er an den Folgen eines Kreuzbandrisses im linken Knie laboriert, der erst vor fünf Wochen operiert wurde, befindet er sich allerdings in der Reha. „Die absolviere ich bei ,Medicos’ auf Schalke. ,Medicos’ gibt es in Osnabrück und Gelsenkirchen und so muss ich nicht immer so weit fahren“, berichtet der Wahl-Hiesfelder, der in der Nähe der Platzanlage wohnt. In dieser Saison wird Feldhoff deshalb wohl nicht mehr vor das runde Leder treten. „Es ist bereits der zweite Kreuzbandriss, von daher bin ich vorsichtig. Ich will aber mit Osnabrück noch mal in der zweiten Bundesliga spielen. Mein Vertrag dort geht eh noch bis 2008“, gibt der Ex-Uerdinger zu Protokoll. Am Dienstag war die erste Vorstellung vor der Mannschaft, gestern im Nachholspiel bei Olympia Bocholt saß er zum ersten Mal auf der Bank. Beim Derby am Samstag in Möllen fehlt Feldhoff allerdings.

„Ich fahre mit meinen Kindern zum Spiel Bayern gegen Cottbus. Das ist schon seit vier Monaten geplant“, berichtet der Familienvater. Nun wird sich zeigen, ob die Mannschaft mitzieht und Feldhoff in den verbleibenden Wochen – und in der Winterpause – noch grundlegend etwas kann. Neue Spieler sollen kommen, um den Kader zu verstärken. Das Geld dafür hat der Verein bereitgestellt.

Autor: Andreas Gellert

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