Bundesligist Borussia Mönchengladbach bleibt trotz einer 1:3-Niederlage im Dortmunder Westfalenstadion erstklassig. Die Truppe von Holger Fach profitierte vom 1:1 zwischen dem TSV 1860 München und Hertha BSC Berlin.

Gladbach feiert trotz Pleite den Klassenerhalt

15. Mai 2004, 17:29 Uhr

Bundesligist Borussia Mönchengladbach bleibt trotz einer 1:3-Niederlage im Dortmunder Westfalenstadion erstklassig. Die Truppe von Holger Fach profitierte vom 1:1 zwischen dem TSV 1860 München und Hertha BSC Berlin.

Borussia Dortmund hat seine Chance auf einen UEFA-Cup-Platz verbessert. Das Westduell gegen die Borussia aus Mönchengladbach gewannen die Westfalen mit 3:1 (2:1) und sorgten in ihrem letzten Heimspiel vor eigenen Fans für den versöhnlichen Abschluss einer verkorksten Saison. Auf Grund der Niederlage des direkten Rivalen VfL Bochum in Frankfurt zogen die Schwarz-Gelben in der Tabelle am westfälischen Konkurrenten vorbei, Gladbach schaffte trotz der Niederlage den Klassenerhalt.

Ivo Ulich hatte die Mannschaft vom Bökelberg in der zehnten Minute überraschend in Führung geschossen, bevor Ewerthon mit seinem 16. Saisontreffer (15.) und sein brasilianischer Landmann Dede Sekunden vor der Halbzeitpause die Wende zu Gunsten der Westfalen schafften. Jan Koller (83.) machte in der Schlussphase alles klar.

Vor 82.500 Zuschauern im Westfalenstadion begannen die Gladbacher äußerst diszipliniert und mit einer gut organisierten Abwehr. Nachdem Ulich den ersten Angriff der Gäste mit dem Führungstreffer abschloss, kamen die Gastgeber besser ins Spiel, verstärkten den Druck in der Offensive und kamen durch Ewerthon zum verdienten Ausgleich.

Für Turbulenzen sorgte ein Foul des Dortmunders Evanilson an Markus Hausweiler unmittelbar vor den Trainerbänken. Gladbachs Coach Holger Fach rannte wütend auf das Feld, um den Dortmunder zu attakieren, weshalb ihn Schiedsrichter Hermann Albrecht (Kaufbeuren) in der 19. Minute auf die Tribüne schickte. Danach erlitt das Gladbacher Spiel einen Bruch. Jan Koller sowie zweimal Ewerthon hatten bereits die Dortmunder Führung auf dem Fuß, bevor Dede traf.

Wie verwandelt kamen die Gladbacher nach dem Wechsel aus der Kabine, bestimmten das Spiel und erkämpften sich durch Joris van Hout und Thomas Broich zwei hochkarätige Chancen. Die Dortmunder Abwehr wirkte äußerst unsicher, und auch im Spiel nach vorn ließ der BVB viele Wünsche offen. Dennoch ergaben sich einige Konterchancen, die Dortmund jedoch allzu fahrlässig vergab.

Autor:

Kommentieren