Es geht ja doch noch: Durch zwei Siege in Folge schoss sich Hellas/Makedonikos Hagen in der Bezirksliga 14 aus der Krise. Die Erfolge in den

Bezirksliga 14: Hellas/Makedonikos Hagen im Abstiegskampf

Zwischen Verzweiflung und Hoffnung

Felix Guth
06. Dezember 2006, 12:17 Uhr

Es geht ja doch noch: Durch zwei Siege in Folge schoss sich Hellas/Makedonikos Hagen in der Bezirksliga 14 aus der Krise. Die Erfolge in den "Kellerduellen" mit den SF Geweke und SV Hohenlimburg 10 II lassen den griechischstämmigen Klub von der Böhlerheide tief durchatmen.

"Die drei Punkte gegen Geweke kamen genau zum richtigen Zeitpunkt", sagt Geschäftsführer Achillefs Dimtsias. Gegen Hohenlimburg legte Hellas dann sogar nach und erkämpfte sich die drei Punkte.
In den Wochen zuvor sah es aus, als müsste man sich große Sorgen um die Hagener machen. Seit dem 20. August blieb man sieglos.

Vorläufiger Tiefpunkt war das Spiel beim TuS Stockum, als Hellas mit zehn Mann und ohne etatmäßigen Torwart antrat. Keeper Caruso Cataldo entschloss sich kurzfristig, einen privaten Termin wahrzunehmen - und wurde wegen seines Nichterscheinens suspendiert. "Wir müssen jetzt zusehen, dass sich die Unruhe wieder etwas legt", sagt Namtsias. Die ersten zählbaren Erfolge für Trainer Loui Petro, der vor einem Monat Stefan Rodouniklis ablöste, dürften dabei hilfreich sein.

Rodouniklis arbeitete drei Jahre höchst erfolgreich mit den Hagenern und steht als Spieler weiter zur Verfügung. Als Coach sah er jedoch keinen Sinn mehr in seiner Arbeit. "Die Trainingsbeteiligung war einfach zu schlecht", erinnert sich Geschäftsfüher Namtsias.

Der Gewöhnungsprozess zwischen Neu-Coach Petro und der Mannschaft dauert noch an. Hellas spielt einen technisch durchaus fein anzusehenden Fußball. Die Abwehrarbeit kommt dabei jedoch oftmals zu kurz. 41 Gegentreffer sind ein Spitzenwert in der Bezirksliga 14. Vermeintliche Leistungsträger schwanken zwischen den Extremen. Beispielhaft ist Angreifer Panaiotis Soumelidis: Mal glänzt er wie gegen Geweke mit drei Toren, mal gelingt ihm gar nichts.

Vor der Saison mussten die Hagener einen kräftigen personellen Aderlass verkraften. Nach zwei überzeugenden Bezirksliga-Jahren waren die Hellas-Spieler begehrt: Das Brüderpaar Savvas und Nikos Savvidis wechselte zum Landesligisten Hombrucher SV, Timo Schmitz und Tim Riemenschneider nach Ennepetal. "Der Kader in diesem Jahr hat einfach nicht diese Qualität", sagt Achillefs Namtsias.

Zwei Spiele stehen noch bis zur Winterpause an, dann hat der Verein Zeit, sich in Ruhe für die Rückrunde zu positionieren. Denn trotz der beiden jüngsten Siege bleibt die Situation mit elf Punkten weiter prekär. "Wir werden sehen, ob wir noch neue Leute holen", sagt der Geschäftsführer. Man wolle alles unternehmen, um den erneuten Absturz in die Kreisliga zu verhindern.

Denn das Image als Fahrstuhlmannschaft glaubte Makedonikos schon abgelegt zu haben. "Damals herrschte Chaos", sagt Namtsias. Ähnliche Zustände wie in der Horror-Saison mit deutlich über hundert Gegentreffern hat der Klub bislang noch abwenden können. Noch einmal der Geschäftsführer: "Diesmal werden wir alles tun, um in der Liga zu bleiben."

Autor: Felix Guth

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