Nigerias Nationalcoach Christian Chukwu will den Schalker Victor Agali für das Viertelfinale zurückholen. Agali ist aus disziplinarischen Gründen nach Hause geschickt worden, weil er den Zapfenstreich nicht einhielt.

Nigeria-Coach will Agali für das Viertelfinale

05. Februar 2004, 15:10 Uhr

Nigerias Nationalcoach Christian Chukwu will den Schalker Victor Agali für das Viertelfinale zurückholen. Agali ist aus disziplinarischen Gründen nach Hause geschickt worden, weil er den Zapfenstreich nicht einhielt.

Victor Agali vom FC Schalke 04 bekommt beim Afrika-Cup in Tunesien doch noch eine Chance. Nigerias Nationalcoach Christian Chukwu will den Stürmer für das Viertelfinale gegen Kamerun zurückholen. Chukwu hatte Agali und dessen Mannschaftskollegen Yakubu Aiyegbeni und Celestine Babayaro aus der Mannschaft geworfen, nachdem sie eines Abends den Zapfenstreich verpasst haben. Babayaro und Aiyegbeni sollen ebenfalls in den Kader zurückkehren. Das Spiel gegen die "Unbezähmbaren Löwen" mit dem deutschen Trainer Winfried Schäfer gilt als vorgezogenes Endspiel. Die beiden Favoriten treffen am Sonntag aufeinander.

"Die Suspendierung ist aufgehoben. Die drei Spieler haben Reue gezeigt. Sie haben sich entschuldigt, deshalb vergeben wir ihnen. Denn sie sind Teil des Teams", sagte Chukwu. Ob die Spieler dem wiederholten Ruf zum Nationalteam folgen werden, ließ der Trainer aber noch offen. "Wenn sie zurückkommen, ist es in Ordnung. Wenn sie sich entscheiden, nicht zu kommen, geht das Leben auch weiter", meinte Chukwu.

Aiyegbeni lehnt Angebot ab

"Wenn wir eine offizielle Einladung vom nigerianischen Verband erhalten, werden wir mit Victor darüber reden. Aber bis jetzt liegt uns noch nichts vor", erklärte Schalkes Teammanager Andreas Müller am Donnerstagnachmittag dem Sport-Informations-Dienst (sid). Die Klubführung hatte mit dem Stürmer über den Grund der Suspendierung gesprochen und den Vorfall eigentlich als Lappalie eingestuft. Aiyegbeni vom FC Portsmouth hat unterdessen bereits abgelehnt, zurück zur Nationalmannschaft zu fliegen.

Der frühere Bundesliga-Star Jay-Jay Okocha würde sich freuen, wenn die zumindest Zwei zurückkämen. "Wir haben wenig Spieler", meinte der Ex-Frankfurter: "Aber ehrlich gesagt, wenn ich an ihrer Stelle wäre: Wenn ich gegangen bin, dann bin ich gegangen."

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