Bundesligist Hertha BSC Berlin hat mit Guiseppe Reina offenbar ein

Billy Reina verzichtet auf Teil des Gehalts

03. Februar 2004, 14:39 Uhr

Bundesligist Hertha BSC Berlin hat mit Guiseppe Reina offenbar ein "Schnäppchen" an Land gezogen. Der Stürmer habe "auf einen substanziellen Teil des Fixgehaltes verzichtet", sagte Manager Dieter Hoeneß.

Für den Last-Minute-Transfer hat Bundesligist Hertha BSC Berlin offenbar nicht allzu tief in die Tasche greifen müssen. Stürmer Giuseppe Reina scheint ein echtes "Schnäppchen" zu sein. "Wir haben zwei Bedingungen an diesen Transfer geknüpft. Dass er sportlich passt und finanzierbar ist. Billy Reina hat auf einen substanziellen Teil des Fixgehaltes verzichtet", meinte Hertha-Manager Dieter Hoeneß bei der Präsentation des neuen Hoffnungsträgers am Dienstag.

Der abstiegsbedrohte Bundesligist hatte den 31 Jahre alten Angreifer am Montagabend erst eineinhalb Stunden vor Ende der Transferzeit (24.00 Uhr) unter Vertrag genommen. "Billy" Reina erhielt bei der Hertha einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2005. Sollte das Bundesliga-Schlusslicht in die 2. Liga absteigen, kehrt der Deutsch-Italiener automatisch im Sommer zu Borussia Dortmund zurück.

Bei Abstieg zurück zum BVB

"Es ist dann ein Leihgeschäft, wenn Hertha nicht die Klasse hält", bestätigte Borussia Dortmunds Sport-Manager Michael Zorc den "Deal". Nach Worten von Zorc habe der BVB dem Transfer nach langen Verhandlungen zugestimmt, da man bei den Westfalen in Zukunft verstärkt auf jüngere Spieler setzen will: "Wir räumen der Jugend Priorität ein", so Zorc.

Reina, früherer Profi von Wattenscheid 09 und Arminia Bielefeld, war im Sommer 1999 zu Borussia Dortmund gewechselt und soll dort rund 1,8 Millionen Euro im Jahr verdient haben. Bei der Hertha soll "Billy" zum einen selbst auf Torejagd gehen und zum anderen seinen ehemaligen Mitspieler aus Dortmunder Tagen, Nationalspieler Fredi Bobic, mit Flanken füttern." Jetzt müssen wir endlich die Mission Klassenerhalt beginnen", meinte Hertha-Manager Dieter Hoeneß.

Kurzfristige Entscheidung

Berlins Trainer Hans Meyer lobte die Flexibilität des Angreifers: "Er ist nicht nur ein Spezialist, sondern vielseitig einsetzbar." Reina selbst zeigte sich am Ende des zähen Verhandlungsmarathons erleichtert: "Ich möchte wieder angreifen und war schon seit längerer Zeit in Dortmund unzufrieden", sagte der schnelle Stürmer und fügte an: "Ich habe die volle Vorbereitung in Dortmund mitgemacht und wurde nie dafür belohnt. Ich musste mich kurzfristig entscheiden."

Reina, der in 148 Bundesliga-Spielen 30 Treffer erzielte, erhielt beim Hauptstadt-Klub das Trikot mit der Numer 15.

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