Noch sind es drei Wochen bis zum Start der Rückrunde, doch die Vereine formulieren schon einmal ihre Ziele für die zweite Halbsaison. Der FC Schalke 04 hält trotz durchwachsener Hinrunde weiterhin am Ziel UEFA-Cup fest.

Schalke träumt vor der Rückrunde vom UEFA-Cup

09. Januar 2004, 13:16 Uhr

Noch sind es drei Wochen bis zum Start der Rückrunde, doch die Vereine formulieren schon einmal ihre Ziele für die zweite Halbsaison. Der FC Schalke 04 hält trotz durchwachsener Hinrunde weiterhin am Ziel UEFA-Cup fest.

Trotz der durchwachsenen Hinrunde herrscht beim FC Schalke 04 großer Optimismus vor dem Rückrundenstart am 30. Januar. "Ein UEFA-Cup-Platz ist für uns mit Sicherheit noch drin", sagte Manager Rudi Assauer, der die Mannschaft um Kapitän Tomasz Waldoch am vergangenen Sonntag in seiner Begrüßungsrede auf die nach wie vor hohen Ziele des Vereins eingeschworen hatte.

Hinter dem Traditionsklub liegt eine wechselvolle Hinrunde mit dem Aus im DFB-Pokal und UEFA-Cup. Auch in der Meisterschaft lagen Waldoch und Co. lange Zeit deutlich hinter der Konkurrenz. Erst durch einen Endspurt im Spätherbst kletterte der Vizemeister von 2001 noch auf den achten Tabellenplatz. Und im neuen Jahr, in dem der Klub sein 100-jähriges Jubiläum feiert, geht die Blickrichtung weiter nach oben.

Hoffnungen ruhen auf Jörg Böhme

Trainer Jupp Heynckes spielt den von Assauer ins Rollen gebrachte Ball gerne zurück. "Unsere jetzige Vorbereitung ist eine ganz andere als die im Sommer, als wir uns wegen des UI-Cups und der damit verbundenen Reisestrapazen alles andere als optimal auf die Bundesliga einstimmen konnten. Jetzt können wir uns ganz gezielt auf die Rückserie vorbereiten und da bin ich sehr optimistisch, dass wir mit einem fitten Jörg Böhme Platz fünf noch erreichen können", erklärte der 58-Jährige.

Denn das einstige "enfant terrible" Böhme ist inzwischen ein großer Hoffnungsträger. Der während der gesamten Hinrunde wegen eines Kreuzbandrisses fehlende Nationalspieler peilt mit großem Ehrgeiz sein Comeback zum Revierderby bei Borussia Dortmund am 30. Januar (20.15 Uhr/live in der ARD und bei Premiere) an. "Ich bin auf einem guten Weg und kann bisher alles mitmachen, muss aber konditionell noch einiges nachholen und mein Knie stabilisieren", meinte Böhme. "Jörg ist voller Selbstvertrauen. Man merkt ihm die Spielfreude und Motivation an", bestätigte Heynckes.

Böhme will in die Nationalmannschaft zurück

Böhme indes will dem Comeback im Schalker Trikot ein baldiges in der deutschen Nationalmannschaft folgen lassen. "Ich weiß, dass ich Geduld haben muss und jetzt nichts überstürzen darf. Aber wenn ich fit bin, bin ich auch wieder eine Alternative für Rudi Völler", sagte der bald 30-Jährige und hat nach wie vor die Euro 2004 in Portugal im Visier.

Seinen ersten großen Schritt auf dem Weg zu alter Leistungsstärke will der Linksfuß am Samstag machen. In Doetinchem trifft Schalke in seinem ersten Testspiel auf den niederländischen Zweitligisten de Graafschap (19.00 Uhr). "Eine Halbzeit lang werde ich Gas geben. Das muss für den Anfang reichen, denn ich muss noch vorsichtig sein", äußerte Böhme.

Van Hoogdalem will es noch einmal wissen

Beim Gastspiel in seinem Heimatland will auch Marco van Hoogdalem seine lange Leidenszeit beenden. Der Niederländer ist nach seiner Hüftoperation vom 7. Mai 2003 noch nicht richtig auf die Beine gekommen und kam in den vergangenen acht Monaten lediglich in Freundschaftsspielen sowie in Partien der eigenen Regionalliga-Amateure zum Einsatz. "Das Jahr 2004 ist ein Neuanfang für mich. Darauf habe ich hin gearbeitet, jetzt will ich zeigen, dass es noch einmal geht", kündigte Abwehrspezialist van Hoogdalem an.

Noch nicht am Ball sind die in der Winterpause operierten Gerald Asamoah (Meniskus), Gustavo Varela (Patellasehne), Jochen Seitz und Vertragsamateur Christian Pander (beide Mandeln) sowie die Rekonvaleszenten Ebbe Sand (Mittelfuß), Sven Kmetsch (Knie), Kristijan Djordjevic (Halswirbel) und Victor Agali (Knie). Der nigerianische Stürmer Agali reist ohnehin am Sonntag nach Faro, wo er sich mit der Nationalmannschaft auf den Afrika-Cup (24. Januar bis 14. Februar) vorbereitet.

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