Am Montagabend fand im Schulzentrum Gerthe eine vom FLVW organisierte Lokalkonferenz zum brisanten Thema Sonntagsspieltag statt. FLVW-Präsident Hermann Korfmacher und FLVW-Verwaltungsratsvorsitzender Gundolf Walaschewski leiteten die Veranstaltung, die den anwesenden Vertretern der Amateurklubs als Diskussion und als

Bochum: Lokalkonferenz erfüllt nicht alle Erwartungen

"Das sind die Vorgaben - Punkt!"

Markus Kleine-Beck
04. Februar 2009, 22:42 Uhr

Am Montagabend fand im Schulzentrum Gerthe eine vom FLVW organisierte Lokalkonferenz zum brisanten Thema Sonntagsspieltag statt. FLVW-Präsident Hermann Korfmacher und FLVW-Verwaltungsratsvorsitzender Gundolf Walaschewski leiteten die Veranstaltung, die den anwesenden Vertretern der Amateurklubs als Diskussion und als "Entgegenkommen" angekündigt worden war - doch sie hielt nur zum Teil, was sie versprach.

„Die Veranstaltung an sich war gelungen, die Herren Korfmacher und Walaschewski haben sachlich und vernünftig durch den Abend geführt“, lobt Theo Mennecke, Vorsitzender des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses den Rahmen. „Dass ein Entgegenkommen von Verbandsseite aus nicht möglich ist, wussten alle Vereinsvertreter schon vorher, da kam auch nichts Neues nach.“

Ein Umstand, den viele Vereinsvertreter enttäuschend fanden. So auch Jörg Versen, Sportlicher Leiter von Vorwärts Kornharpen: „Klar war die Veranstaltung an sich gelungen, aber es wurde nur das erklärt, was eigentlich ohnehin schon jeder der Anwesenden wusste. Das sind die Vorgaben – Punkt. So lief das.“ Denn auf die Dinge, die zur Debatte standen, hätten die Amateurvereine genau so wenig Einfluss wie der Verband.

„Wir verstehen die Sorgen der Vereine, ich komme ja selbst aus einem kleinen Verein“, wirbt DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher um Verständnis. „Aber wir können gegen das 15.30-Spiel nichts unternehmen. Natürlich geht es ums Geld, aber das, was durch diesen Fernsehvertrag und das damit verbundene 15.30-Spiel an Geld eingenommen wird, hält unsere Profis konkurrenzfähig – wie könnten wir dagegen angehen? Das Geld wird ja auch verwendet, damit die Verbände ihre Arbeit tun können. Was wir in den Verhandlungen um einen neuen Grundlagenvertrags erreichen wollen, ist, dass die Abgaben der Profivereine in Richtung der Amateure – zum Beispiel wie bisher ein Teil der Eintrittsgelder – erhöht werden.“

Mehr zum Thema "Streit um das dritte Sonntagsspiel" lesen Sie in der Donnerstagsausgabe (5. Februar).

Autor: Markus Kleine-Beck

Kommentieren