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BVB: "Mozart" haute in die Tasten! D´Alessandros Tango verstummte

raka
11. August 2003, 09:40 Uhr

Als "Mozart" Tomas Rosicky auf dem Fußball-Klavier spielte, konnte Andres D´Alessandro seine Tango-Schuhe in die Ecke stellen.

Als "Mozart" Tomas Rosicky auf dem Fußball-Klavier spielte, konnte Andres D´Alessandro seine Tango-Schuhe in die Ecke stellen. Im vorher hochstilisierten Duell der beiden Spielmacher erwies sich der Tscheche mit zwei Treffern nicht nur als der effektivere, sondern auch als der weitaus spielstärkere Akteur. "Wir haben gezeigt, dass wir trotz großer Probleme stark genug sind", wollte sich der Hauptdarsteller selbst gar nicht in den Mittelpunkt rücken. Das tat schon Matthias Sammer: "Tomas ist nicht nur bei uns, sondern innerhalb der Bundesliga ein außergewöhnlicher Spieler." Wunderdinge erwartet der Coach von ihm trotzdem nicht. "Es wäre falsch, alle Last auf seine Schultern zu legen. Deshalb versuche ich, den Druck heraus zu nehmen."
In der letzten Woche handelte Dortmunds Coach aber kontraproduktiv, denn mit kleinen, aber feinen Anstachelungen machte er seinen Regisseur nicht nur fit, sondern auch heiß. Der 22-Jährige litt nämlich an Adduktoren-Problemen, die Sammer förmlich mit Worten wegzauberte: "Ein erfahrener Spieler kann damit umgeben." Etwas ironisch setzte er nach: "Das sind wohl Verschleißerscheinungen."
Der Angesprochene wusste genau, wie er reagieren sollte: "Es ist klar, dass man von mir mehr Verantwortung erwartet." Trotzdem war er froh, dass man ihm im Mittelfeld die richtigen Leute zur Seite gestellt hatte. "Dadurch, dass Otto Addo dabei war, waren wir wesentlich variabler. Ich zum Beispiel musste nicht nur rechts bleiben, das hat alles sehr gut geklappt." Seiner Meinung nach bei allen Kollegen: "Wir haben demonstriert, dass wir mental sehr stark sind. Wenn wir einfach so weiter spielen wie gegen den VfL, sind wir auf einem sehr guten Weg."
Dennoch hatte er das 4:0 relativ schnell abgehakt und dachte schon an die Champions Leauge-Qualifikation: "Mit diesem Sieg haben wir die Basis geschaffen, aber grundsätzlich brauchen wir uns vor keiner Mannschaft zu verstecken." Seine einfache Losung für die Partie beim FC Brügge: "Wir wollen immer gewinnen, also auch am Mittwoch in Brügge."

Autor: raka

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