Spieler, Fans und Funktionäre sind sich einig: Felix Magath muss Trainer des VfB Stuttgart bleiben. Doch der 49-Jährige lässt alle Beteiligten zappeln und vertagte seine Entscheidung auf das Wochenende.

VfB-Coach Magath schweigt bis Samstag

us
30. Mai 2003, 14:40 Uhr

Spieler, Fans und Funktionäre sind sich einig: Felix Magath muss Trainer des VfB Stuttgart bleiben. Doch der 49-Jährige lässt alle Beteiligten zappeln und vertagte seine Entscheidung auf das Wochenende.

Eigentlich müsste Felix Magath wunschlos glücklich sein: Krassimir Balakow drückte ihn immer wieder ganz fest an sich, und die Fans feierten ihn minutenlang mit Sprechchören - doch die Zukunft des Trainers und Teammanagers beim Vizemeister VfB Stuttgart steht weiterhin in den Sternen. Bis Samstagfrüh will der 49-Jährige die Verantwortlichen der Schwaben weiter zappeln lassen und dann vor dem Abflug in seinen dreiwöchigen Karibik-Urlaub verkünden, ob er das deutlich verbesserte Vertragsangebot annehmen wird.

"Finanzielle Schmerzgrenze" erreicht

Doch ausgerechnet nach der erfolgreichsten Saison seit dem Meistertitel 1992 ist die Stimmung beim VfB Stuttgart angespannt wie selten zuvor. Obwohl Aufsichtsratschef Dieter Hundt ("Wir gehen bis an unsere finanzielle Schmerzgrenze") von einer "positiven Entscheidung" Magaths ausgeht, pokert der Ex-Nationalspieler bis zum Schluss und nährt immer wieder die Spekulationen über einen vorzeitigen Abgang zum Konkurrenten Schalke 04.

"Auch wenn der VfB an seine Schmerzgrenze geht, hätten wir im Verhältnis zu anderen Klubs immer noch ein schmales Budget", stellte Magath nüchtern fest und ließ am Freitag das Vertragsangebot des Champions-League-Teilnehmers von seinem Anwalt prüfen.

Aktueller Vertrag läuft bis 2004

Der neue Kontrakt soll eine Laufzeit von drei Jahren haben und Magath neben einer Anhebung der Bezüge um rund 80 Prozent auch einen größeren Kompetenzbereich garantieren. "Es ist eine Anerkennung seiner bisherigen Arbeit als Coach und Manager des VfB Stuttgart", betonte Hundt nach einer fünfstündigen Sitzung des Aufsichtsrates, relativierte aber gleichzeitig: "Wenn Magath unser Angebot nicht annimmt, pochen wir auf seinen Vertrag bis 2004." Falls ein Klub den früheren Bundesliga-Profi aus dem Kontrakt herauskaufen wolle, müsse man allerdings darüber nachdenken, so Hundt weiter.

Autor: us

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