Schalkes Wilmots wechselt in die Politik

ac
13. Mai 2003, 22:55 Uhr

"Eurofigther" Marc Wilmots kämpft künftig in einer anderen Gewichtsklasse: Der Teamchef von Bundesligist Schalke 04 verlässt den Verein zum Saisonende, um sich in seiner Heimat Belgien politisch zu engagieren.

Marc Wilmots wird sein Engagement als Teamchef des Bundesligisten Schalke 04 nicht verlängern. Der Belgier beendet seine Tätigkeit zum Saisonende definitiv, und wechselt in die Politik seines Heimatlandes Belgien.

"Kann mich nur einer Sache 100 Prozent widmen

Bereits am kommenden Sonntag stehen in Wilmots Heimat Wahlen zum Senat an, für die Wilmots auf einem vorderen Listenplatz der liberalen Partei MR antritt. "Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich tun soll. Aber ich kann mich nur einer Sache zu 100 Prozent hingeben. In Belgien stand ich im Wort, dieses wollte ich nicht brechen. Ich habe überlegt, politisches Amt und Traineramt zu kombinieren. Aber das geht nicht. Wenn man Trainer ist auf Schalke, dann geht das nur mit Leib und Seele und von morgens bis abends. Wenn es dann im Veren oder in der Politik schlecht gelaufen wäre, gäbe es sofort Kritik", erklärte der 34-Jährige, der 138 Bundesliga-Spiele für die "Königsblauen" bestritt und am 26. März den Trainerstuhl für den entlassenen Frank Neubarth eingenommen hatte.

Nach zunächst sieben Punkten aus drei Spielen zeigte der Pokalsieger unter der Regie des Schalker Publikumslieblings zwar zunächst einen klaren Aufwärtstrend, dürfte jedoch mit zuletzt drei Niederlagen in Folge einen UEFA-Cup-Platz vorzeitig verspielt haben.

Manager Assauer lobte die Arbeit des "Kampfschweins" - wie ihn die Fans nannten - als Schalker Profi und als Teamchef. "Von mir und dem Verein gibt es ein großes Dankeschön. Marc hat aus tiefer Verbundenheit zu Schalke den Posten übernommen und zwar in einer sehr schwierigen Lage."

Autor: ac

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