Die Bochumer Hallenstadtmeisterschaften sind ein Mammut-Event. Bevor die Endrundenteilnehmer für das große Finale am Sonntag, 14. Januar, feststanden, mussten sich die Anwärter aus sechs Bezirken in sieben Vorrundenturnieren beweisen. Ein geballter Sonntagnachmittag Hallenfußball, der die ein oder andere Überraschung bot.

Bochum: Vorrunde der Hallenstadtmeisterschaft

RW Leithe und TuS Querenburg scheitern

06. Februar 2007, 01:05 Uhr

Die Bochumer Hallenstadtmeisterschaften sind ein Mammut-Event. Bevor die Endrundenteilnehmer für das große Finale am Sonntag, 14. Januar, feststanden, mussten sich die Anwärter aus sechs Bezirken in sieben Vorrundenturnieren beweisen. Ein geballter Sonntagnachmittag Hallenfußball, der die ein oder andere Überraschung bot.

Arminia Bochum war Ausrichter des Turniers in der Heinrich-Böll-Halle und stand nach dem klaren 5:2-Sieg im dritten Spiel gegen Hellas Bochum schnell als Gruppensieger fest. Der griechische B-Ligist konnte keine Punkte einfahren, unterlag auch gegen Griesenbruch-Ehrenfeld und den AfB Bochum. Letzteren genügte ein 0:0 gegen die Kicker von der Essener Straße, um ebenfalls ins Halbfinale einzuziehen.

Dort warteten die beiden Gruppenersten aus Gruppe B, in der von Anfang an klare Vehältnisse herrschten. Die Rerserve des Bundesliga-Vetreters der Stadt bestimmte das Geschehen. Ärgerliche Randnotiz aus Sicht des Oberligisten ist sicher, dass der U19-Torhüter der Michaty-Schützlinge wegen eines Handspiels Rot sah. Arminen-Trainer Thomas Behrendt forderte nach dem Turnier ein mildes Urteil der Kreisspruchkammer, zumal in anderen Fällen eine Verwarnung ausgesprochen wurde.

Der Polizeisportverein machte als A-Ligist mit der Qualifikation für die Endrunde eine kleine Sensation perfekt. Auch Marco Held, Spielertrainer des PSV war etwas überrascht: "Unser Ziel war, dass wir die Gruppenphase überstehen. Der nächste Sonntag war eigentlich gar nicht eingeplant, aber schön, dass wir dabei sind. Mit Vorwärts Kornharpen habe ich das nämlich nie geschafft."

Ein volles Haus verzeichnete Gastgeber Teutonia Riemke in der Lohringhalle. Auch das sportliche Fazit fiel bei den Teutonen ebenfalls positiv aus. "Gegen unseren Angstgegner Adler Riemke hätte uns ja ein Unentschieden zum Gruppensieg gereicht. Nach der klaren 0:4-Niederlage mussten wir dann aber im Halbfinale gegen Hordel ran und gegen die kann man auch mal verlieren", resümierte der zweite Vorsitzende Ralf Bakenecker. Spielertrainer Carsten Eversberg wäre zwar gerne weitergekommen, begnügte sich aber mit Rang drei und der guten Nachricht, das Turnier ohne Verletzte überstanden zu haben.

Turniersieger Adler Riemke hatte zum Schluss auch das nötige Glück. Gegen den Verbandsligisten aus Hordel führte das Neun Meter-Schießen schließlich die Entscheidung zugunsten des Sikora-Teams herbei.

Mächtig Stimmung herrschte in der Gerther Sporthalle an der Heinrichstraße. Der gastgebende BV Hiltrop hatte sich am Samstag ebenso für die Zwischenrunde qualifiziert, wie die SpVgg. Gerthe, Union Bergen und Vorwärts Kornharpen. In einem umkämpften Finale revanchierte sich der Bezirksligist zur Begeisterung der zahlreichen SC-Anhänger für die Vorrundenniederlage gegen den SV Vorwärts Kornharpen. Für den Bezirksligisten war es bereits der vierte Titelgewinn im Bochumer Norden in Folge.

Zufrieden analysierte Union-Trainer Frank Konnopka, dass seine Elf im Finale bissiger war. "Jetzt wollen wir in der Rundsporthalle zeigen, dass wir Fußballspielen können und vielleicht noch ein paar Euro für die Mannschaftskasse mitnehmen," lautete Konnopkas Kommentar nach dem Turnier. Sein Gegenüber Jörg Silberbach freute sich zwar ebenfalls über das Erreichen der Endrunde, echauffierte sich jedoch über die bisweilen sehr harte Gangart des Bezirksligisten.

Neben den Finalniederlagen der beiden Bochumer Verbandsligisten Kornharpen und Hordel gab es weitere Überraschungen. Kreisliga-Spitzenreiter TuS Querenburg wurde im Süden überraschend nur Vierter. Im Osten siegte der TuS Kaltehardt im Neun-Meter-Schießen gegen den Landesligisten Werner SV. Bezirksligist BV Langendreer 07 schied sogar bereits in der Vorrunde aus.

Im Westen gelang Landesligist VfB Günnigfeld zumindest eine kleine Überraschung. Die Elf von Trainer Sascha Etterich besiegte den Verbandsligisten SG Wattenscheid 09 II und darf sich nun für ein Jahr lang Hallenbezirksmeister im Bochumer Westen oder - inoffizieller - Wattenscheider Hallenstadtmeister nennen.

Auf Seite 2 und 3: Alle Ergebnisse und die qualifizierten Teams

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