Erschreckend harmlos zeigte sich der VfB Stuttgart bei der 0:2 (0:1)-Heimniederlage in der Gruppenphase des UEFA-Pokals gegen Schachtjor Donezk. Damit müssen die Schwaben um das Weiterkommen in die nächste Runde bangen.

Harmloser VfB Stuttgart unterliegt Donezk

03. November 2005, 23:47 Uhr

Erschreckend harmlos zeigte sich der VfB Stuttgart bei der 0:2 (0:1)-Heimniederlage in der Gruppenphase des UEFA-Pokals gegen Schachtjor Donezk. Damit müssen die Schwaben um das Weiterkommen in die nächste Runde bangen.

Es ist bisher nicht die Saison des VfB Stuttgart. Zuerst das vorzeitige Aus im DFB-Pokal, die unbeständigen Leistungen in der Bundesliga und nun müssen die Schwaben auch noch im UEFA-Cup um den Einzug in die K.o.-Runde der letzten 32 zittern. Der VfB unterlag vor heimischer Kulisse im zweiten Spiel der Gruppenphase dem ukrainischen Meister Schachtjor Donezk mit 0:2 (0:1) und heizte damit auch die Diskussionen um Star-Trainer Giovanni Trapattoni weiter an.

Durch die Niederlage musste der VfB zudem die Tabellenführung in der Gruppe G an den Ex-Klub von Bernd Schuster abgeben. Die Tore für Donezk erzielten der Brasilianer Fernandinho nach einem kapitalen Fehler der Stuttgarter Abwehr (31.) sowie Ciprian Marica (88.).

Starke Anfangsviertelstunde der Hausherren

Vor nur 15.200 Zuschauern im spärlich gefüllten Gottlieb-Daimler-Stadion knüpften die Schwaben allerdings zunächst nahtlos an die spielerisch starke Halbzeit gegen Hertha BSC Berlin vom vergangenen Samstag an. Der zuletzt in der Liga Rot-gesperrte dänische Nationalspieler Jon Dahl Tomasson hatte auch gleich die Chance zur Führung, doch sein Schuss aus 16 Metern strich knapp am Tor des ukrainischen Tabellenführers vorbei (10.). Zehn Minuten später verpasste Christian Tiffert in seinem 25. Europapokal-Spiel für den VfB ebenfalls mit einem Fernschuss die Führung. Vor allem in der Anfangsviertelstunde stellten Tomasson und sein Sturmpartner Danijel Ljuboja die Defensive der Gäste vor einige Probleme.

Mitte der ersten Hälfte verloren die Schwaben, die von den vergangenen sieben Pflichtspielen nur eins gewinnen konnten, allerdings zunehmend den Faden und überließen den kontergefährlichen Gästen immer mehr Raum zur Entfaltung. Ein Schuss von Schachtjor-Kapitän Anatolij Timoschtschuk ging zunächst noch knapp über das Tor (19.), ehe der Brasilianer Fernandinho nach einem schweren Fehler der VfB-Abwehr Ersatzkeeper Dirk Heinen völlig freistehend mit einem Kopfball aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Heinen, der wie gegen Berlin den erkrankten Nationalkeeper Timo Hildebrand vertrat, war diesmal völlig machtlos.

Pfeifkonzert der Stuttgarter Fans

Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzte Trapattoni dann alles auf eine Karte und wechselte im Brasilianer Cacau den dritten Angreifer ein. Die erste Möglichkeit zum Ausgleichstreffer hatte aber erneut Tomasson, der völlig freistehend zehn Meter vor dem Tor über den Ball trat (49.). Auch ein Freistoß von Ludovic Magnin, den Donezk-Keeper Dmytro Schutkow nur abprallen ließ, verpasste Tomasson freistehend (58.). Mit zunehmendem Spielverlauf wurden die VfB-Fans unruhiger, und begleiteten die zahlreichen Fehlpässe der Stuttgarter mit einem gellenden Pfeifkonzert, erst recht als Marica kurz vor Schluss für die Entscheidung sorgte.

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