Beim DSC herrscht Katerstimmung. Denn die 0:2-Pleite in Kornharpen hat den Favoriten wie im letzten Jahr ins Tal der Tränen gestürzt. Sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Herbede sind schon enorm.

DSC Wanne: Nowaczyk ist ratlos - „Dürfen Kontakt zur Spitze nicht verlieren“

Der Stempel des „ewigen Zweiten“

14. November 2008, 14:07 Uhr

Beim DSC herrscht Katerstimmung. Denn die 0:2-Pleite in Kornharpen hat den Favoriten wie im letzten Jahr ins Tal der Tränen gestürzt. Sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Herbede sind schon enorm.

Und die Angst vor einem ähnlichen Aus wie im letzten Jahr, als sich die Elf von Coach Willi Koppmann in den ersten sechs Saisonspielen den Aufstieg verbaute, wächst. „Ich dachte eigentlich, dass wir diese lasche Einstellung abgestellt hätten“, runzelt Jörg Nowaczyk die Stirn.

Der Keeper und Co-Trainer des DSC kann nicht verstehen, warum sich die Truppe immer zu Beginn der Saison selbst ein Beinchen stellt. „Das ist immer das Gleiche“, ist Nowaczyk enttäuscht, dass der Start in den letzten Jahren nie gelang. Denn auch gute und konstante Leistungen in der Rückrunde reichen dann nicht mehr aus, um den Rückstand aufzuholen. „Die Gefahr, nicht mehr ranzukommen, ist da, auch wenn man keinen Aufstieg planen kann. Die Remis gegen Weißtal und Hassel schmerzen ganz besonders.“

Der Polizeikommissar kann das Phänomen aber auch nicht erklären. „Uns fehlen ein paar Prozent. Vielleicht liegt uns die Favoritenrolle nicht“, überlegt der Torwart. „Ich kann es jedenfalls nicht verstehen, warum der letzte Biss fehlt.“

Mit nur elf Gegentoren bildet Wanne zusammen mit Erndtebrück zwar die stabilste Abwehr, aber vorne gelangen bisher nur 23 Tore. „Zu wenig“, stellt Nowaczyk fest: „Die Defensivbewegung stimmt, aber in der Offensive fehlt uns das spielerische Element. Das ist einfach zu zäh. Wenn wir ein Patentrezept zur Lösung hätten, würden wir die Fehler sicherlich abstellen.“

Doch auch ohne Rezept darf sich der DSC bis zur Pause keine Ausrutscher mehr leisten, um nicht ins Mittelfeld abzurutschen. Und da kommen die beiden Knaller gegen Sprockhövel und Langscheid nicht zur rechten Zeit. „Da haben wir zwei schwere Aufgaben vor der Brust“, weiß der Linientiger und schiebt seine klare Marschroute nach: „Jetzt dürfen wir nicht mehr patzen, damit wir den Kontakt zur Spitze nicht verlieren. Wir müssen uns zusammenreißen und zeigen, dass wir eine Spitzentruppe sind.“
Schließlich will man in Wanne nicht den Stempel des „ewigen Zweiten“ aufgedrückt bekommen.

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