Es ist kaum zu erwarten, dass der SC Verl an der Hafenstraße plant, alles stürmisch in Grund und Boden zu rennen.

RWE: Egal wann, Tore sind immer "psychologisch günstig"

Konstruktiv und Körpersprache

Oliver Gerulat
29. Oktober 2008, 08:07 Uhr

Es ist kaum zu erwarten, dass der SC Verl an der Hafenstraße plant, alles stürmisch in Grund und Boden zu rennen.

"Wir haben den SC in den Spielen, die wir sahen, immer defensiv zur Kenntnis genommen", blättert Essens Trainer Michael Kulm in seinen Notizen. Ein Stilmittel, für den man einen Gast an der Hafenstraße nicht verurteilen kann, weil der Zweck die Mittel heiligt. RWE ist gefragt, damit umzugehen. Kulm macht deutlich, was er sehen will: "Es geht um Entschlusskraft nach vorne." Gegen den SCV (Mittwoch, 29. Oktober, Georg Melches-Stadion, 19.30 Uhr) und den FSV Mainz 05 II auch zuhause (Samstag, 1. November, 18.30 Uhr).

Kulm erklärt weiter: "Es geht letztendlich um die Körpersprache." Wie gegen Wormatia Worms, als es nach knapp 180 Sekunden bereits 2:0 für RWE stand, was gegen die Ostwestfalen und auch gegen Mainz kaum zu prognostizieren ist. "Mir ist es eigentlich egal", grinst Kulm, "wann die Treffer fallen, von mir aus kann das auch kurz vor der Pause sein." Psychologisch günstig - eine beliebte Formulierung - sind Tore immer. Kulm: "Wir gehen das mit Selbstbewusstsein an." Auch wenn das 1:3 in Münster auf das Gemüt drückte.
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Kulm: "Wir kamen von außen nicht zu Szenen, Robert Mainka war als hängende Spitze ziemlich kalt gestellt. Wir liefen uns die Wege selbst zu." Alles nachweisbar durch intensives Videostudium. Durch das auch entlarvt wurde, dass man sich in Durchgang eins "nicht in der Münsteraner Hälfte festsetzen" konnte, wie Kulm nicht verheimlicht. Das soll auf jeden Fall mit dem Verler Teil des Spielfelds klappen, für den Mainzer Anteil gilt das später auch.

Nicht passieren soll, "dass wir wie in Münster in Konter laufen." Auch darüber gab das Video Auskunft. Kulm: "Zweimal passierte das." Wie beim 0:1! Kulm fordert, gegen Verl "gut gestaffelt" zu stehen. Um hinten nicht wieder in die Bredouille zu kommen, nur staunen zu können. Kulm: "Vor dem 0:1 war der Pass auf den Torschützen kaum zu verteidigen." Kai von der Gathen rannte hinter Mehmet Kara her.

Kulm: "So was kriegst Du nicht mehr repariert." Die defensive Kette soll gegen Verl und Mainz nicht so unter Druck stehen. Und die Abteilung Attacke soll konstruktiv versorgt werden. Kulm will "Bälle von außen, das Spiel muss zum Strafraum gebracht werden." Wo Sascha Mölders wartet, der in Münster zu häufig verhungerte. Wie gesagt, alles belegbar durch bewegte Bilder.

Autor: Oliver Gerulat

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