Vor ihrem Duell im der zweiten Runde des DFB-Pokal plagen Werder Bremen und Bayer Leverkusen große Verletzungssorgen. Der Titelverteidiger von der Weser muss auf sechs Profis, darunter Kapitän Frank Baumann, verzichten.

Werder und Bayer vor Pokal-Hit mit Verletzungspech

22. September 2004, 09:22 Uhr

Vor ihrem Duell im der zweiten Runde des DFB-Pokal plagen Werder Bremen und Bayer Leverkusen große Verletzungssorgen. Der Titelverteidiger von der Weser muss auf sechs Profis, darunter Kapitän Frank Baumann, verzichten.

Zumindest seinen Spielmacher Johan Micoud hofft Trainer Thomas Schaaf in der zweiten Hauptrunde im DFB-Pokal einsetzten zu können. Wahrscheinlich erst kurz vor Anpfiff wird sich entscheiden, ob der Franzose mit seiner angeschlagenen Achillessehne am Mittwoch (20.30 Uhr/live in der ARD) zum Pokal-Hit zwischen Titelverteidiger und Meister Werder Bremen und Bayer Leverkusen auflaufen kann. Typisch für die Situation bei den beiden Champions-League-Teilnehmern im Dauerstress: "Spital" Bremen gegen "Lazarett" Leverkusen sollte die Partie eigentlich heißen.

Sechs gestandene Profis, darunter Kapitän Frank Baumann und Neuzugang Gustavo Nery, fallen bei den Gastgebern definitiv aus. Bei Leverkusen sind fünf Stammspieler nicht dabei, auch Torjäger Franca wird mit seiner Knöchelverletzung nicht rechtzeitig fit. "Hätten wir so ein Verletzungspech im Vorjahr gehabt, wäre die Situation katastrophal geworden", sagte Schaaf.

Bremen erwartet Bayer in "Madrid-Form"

Mit 6:2 hat Bayer Leverkusen das letzte Aufeinandertreffen beider Vereine im Weserstadion gewonnen. Allerdings spielten die Gastgeber am vorletzten Spieltag am 15. Mai 2004 wortwörtlich "wie im Rausch" - die Meisterschale wurde nach dem Match übergeben. "Dieses Spiel habe ich aus meinem Gedächtnis gestrichen", behauptet Schaaf. Für Mittwoch erwartet der Meistercoach nun wieder ernsthaften Fußball, trotz der vielen Verletzten auf beiden Seiten: "Es wird eine absolute Top-Partie. Ich erwarte Leverkusen in Madrid-Form."

Sein Gegenüber Klaus Augenthaler stellt die Hanseaten natürlich als Favoriten dar, zumal in drei Pokal-Begegnungen bisher stets Bremen gewann. Der Bayer bei Bayer kündigte aber an: "Wir werden uns wehren, wir wollen im Pokal was erreichen." Die eher mäßige Leistung beim 2:2 gegen Nürnberg am Samstag irritiert ihn nicht: "Normalerweise folgt bei uns nach einem schwächeren Spiel gleich ein besseres."

Kaiserslautern trifft auf Schalke

In personeller Hinsicht wesentlich entspannter gehen die Trainer im zweiten Bundesliga-Duell am Mittwoch (19.00 Uhr) in das Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Schalke 04. Bei den Gastgebern ist nach dem wichtigen Bundesliga-Heimsieg gegen den Hamburger SV zunächst ebenso Ruhe eingekehrt wie bei den "Knappen" nach der Entlassung von Trainer Jupp Heynckes und dem Erfolg unter Interims-Coach Eddy Achterberg gegen Mönchengladbach.

"Sensations-Potenzial" in Braunschweig

Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 steht vor einer schwierigen Aufgabe bei Energie Cottbus und auch Hansa Rostock droht beim 1. FC Köln das Aus gegen einen ambitionierten Zweitligisten. Der VfB Stuttgart tritt bei Rot-Weiß Oberhausen an, und Borussia Dortmund hat Heimrecht gegen die SpVgg Unterhaching. Das in der Bundesliga noch sieglose Hertha BSC Berlin muss als einziger Erstligist zu einem Amateurverein. Aber Vorsicht: Das Match bei den Regionalliga-Kickern von Eintracht Braunschweig birgt "Sensations-Potenzial".

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