Mönchengladbach siegt im Elfmeter-Krimi

03. Februar 2004, 23:18 Uhr

Bundesligist Borussia Mönchengladbach hatte im Elfmeterschießen des DFB-Pokal-Viertelfinales gegen Zweitligist MSV Duisburg das bessere Ende für sich. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (2:2, 0:1) unentschieden gestanden.

Borussia Mönchengladbach hat sich dank Torhüter Jörg Stiel in einem Elfmeter-Krimi ins Halbfinale des DFB-Pokals gezittert. Trotz einer schwachen Leistung besiegte die "Fohlen"-Elf im Niederrhein-Derby den Zweitligisten MSV Duisburg mit 4:3 im Elfmeterschießen. Der Luxemburger Jeff Strasser verwandelte den entscheidenden Elfmeter, nachdem Stiel zuvor gegen den früheren Borussen Dietmar Hirsch und Alexander Bugera pariert hatte. Nach 120 Minuten hatte es auf dem Bökelberg 2:2 (2:2, 0:1) gestanden.

Maric rettet Fohlen in die Verlängerung

Die Borussia ist damit nur noch einen Schritt vom Finale am 29. Mai in Berlin entfernt. Neuzugang Tomislav Maric hatte die Gastgeber in der 89. Minute überhaupt erst in die Verlängerung gerettet. Zuvor hatte Joris van Hout (68.) das 0:1 durch Nasir El Kasmi (38.) wettgemacht. Ein Eigentor von Sladan Asanin, der in der 82. Minute einen Freistoß von Ralf Keidel ins eigene Netz verlängerte, hatte die Borussen aber erneut ins Hintertreffen gebracht.

In der Runde der letzten Vier am 17./18. März winkt den Gladbachern, die zuvor schon Borussia Dortmund (2:1) und Vizemeister VfB Stuttgart (4:2) ausgeschaltet hatten, nun eine weitere Millioneneinnahme. Der MSV kann sich dagegen ganz auf das Tagesgeschäft in der Zweiten Liga konzentrieren, in der die Mannschaft von Trainer Norbert Meier nur noch einen Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge aufweist.

33.900 Zuschauer auf dem fast ausverkauften Gladbacher Bökelberg sahen lange Zeit keinen Klassenunterschied. Vielmehr bestimmte der MSV aus einer gut organisierten Abwehr über weite Strecken das Spiel. Dagegen enttäuschten die Gladbacher zunächst auf ganzer Linie. Unsicher in der Abwehr, unorganisiert im Mittelfeld und im Sturm ohne Durchschlagskraft überboten sich die Borussen gegenseitig an Harmlosigkeit. So hatte der MSV leichtes Spiel und ging auch verdient in Führung. Nach einer Kopfballvorlage von Carsten Wolters schoss El Kasmi zur Führung ein. Bereits zuvor hätte Abdelaziz Ahanfouf (4.) die MSV-Führung auf dem Fuß.

Nach dem Seitenwechsel kam die Borussia ein wenig besser ins Spiel. Die Hausherren verschafften sich durch Kampfgeist ein wenig Oberwasser, waren beim Ausgleichstreffer aber auf Duisburger Schützenhilfe angewiesen. Als der frühere Gladbacher Dietmar Hirsch van Hout anschoss, landete der Ball überraschend im Tor. Doch auch nach dem Ausgleich schaltete der MSV wieder auf Offensive und ging durch das Eigentor von Asanin (82.) abermals in Führung. Eine Minute vor Schluss traf dann der Gladbacher Neuzugang Maric, der in der Winterpause vom VfL Wolfsburg gekommen war, nach einem Eckball per Kopf zum glücklichen 2:2. In der Verlängerung rettete dann zweimal Duisburgs Keeper Dirk Langerbein seine Mannschaft vor dem K.o.

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