Eigentlich ist Christoph John Fußball-Lehrer, doch nach der Pleite gegen Burghausen war der WSV-Coach vor allem als Psychologe gefordert.

WSV: Coach John betreibt Aufbauarbeit

"Team hat bewiesen, dass es geht"

21. September 2008, 10:07 Uhr

Eigentlich ist Christoph John Fußball-Lehrer, doch nach der Pleite gegen Burghausen war der WSV-Coach vor allem als Psychologe gefordert.

"Das war unter der Woche meine primäre Aufgabe. Wenn die Akteure so klein mit Hut sind, darf man nicht auch noch draufhauen. Es ging vor allem um Aufbauarbeit", betont John vor dem heutigen Duell mit Dynamo Dresden (14 Uhr).

Also streichelte der Trainer, führte Gespräche – und schickte seine Jungs ins Schwimmbad. "Auch wenn wir zuletzt schlecht gespielt haben, die körperliche Belastung war die selbe. Und dann kam auch noch die psychische dazu. Vielleicht sind wir alle zu ehrgeizig und haben uns zu hohe Ziele gesetzt", erklärt der Coach.

Den Druck versuchte er nun zu regulieren. Ob er die Früchte schon gegen Dresden ernten kann, bleibt abzuwarten. Schließlich hat sich an der Personalsituation kaum etwas geändert. Neben Marco Neppe, Jan Hammes, Thomas Litjens und Lucas Oppermann gesellte sich nun auch Kapitän Björn Weikl ins Lazarett, der an einer Magen-Darm-Erkrankung leidet. Der Rechtsverteidiger wird ebenso wenig im Kader stehen wie Daniel Voigt, für den ein Drittliga-Einsatz nach seiner langen Verletzungs-Auszeit noch zu früh käme.

Anders ist der Fall bei Tim Jerat gelagert. Nach seinem Halbzeit-Einsatz gegen die VDV-Auswahl dürfte der Leistungsträger wieder im Aufgebot stehen, womöglich sogar in der Startelf. "Jerat ist ein kompletter Spieler, der defensiv wie offensiv funktioniert. Er gibt die Kommandos vor", lobt John seinen Mittelfeldmann in höchsten Tönen. Ob man dem 26-Jährigen mit der hohen Erwartungshaltung einen Gefallen tut, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Klar ist aber, dass in der aktuellen misslichen Lage vor allem die erfahrenen Akteure gefordert sind. "Von den Jungen darf man nicht erwarten, dass sie die Kastanien aus dem Feuer holen", legt sich der Linienchef fest. Und seine Forderung klingt deutlich: "Ich erwarte nun eine bessere Leistung als gegen Burghausen, da standen im Abwehrbereich einige neben der Mütze. So sind wir in der Liga nicht konkurrenzfähig. Aber das Team hat schon bewiesen, dass es geht. Daran müssen wir anknüpfen."

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