SG SCHÖNEBECK: Existenzieller Tag für die Club-Zukunft

og
15. Dezember 2006, 14:52 Uhr

"Meeeensch", schüttelt Ralf Agolli, Coach der SG Schönebeck, fassungslos mit dem Kopf, "wo ist mein Team hin?"

"Meeeensch", schüttelt Ralf Agolli, Coach der SG Schönebeck, fassungslos mit dem Kopf, "wo ist mein Team hin?" Was er meint: Das Lazarett ist zu voll. "Die Mädels gehen auf dem Zahnfleisch." Körperlich, die 1:2-Niederlage in Freiburg war bestimmt auch nicht unbedingt Heilfleisch-fördernd.

"Und dann auch noch mit einem so späten Tor", ärgert sich Agolli. Letztendlich waren es sogar zwei, in der 90. Minute sowie in der 44., immer kurz vor dem Pfiff. "Ich habe unter der Woche klar gemacht, was ich davon halte", fand der 44-Jährige passende Worte, allerdings erging er sich auch nicht in einem Redeschwall. "Jetzt ist aber auch gut", bügelt Agolli alles ab, "abhaken dieses Match." Das jedoch auch Aufschlüsse für die zukünftige Personalplanung gab. Ein mittelbarer Aspekt, unmittelbar geht es am kommenden Sonntag, 17. Dezember, ab 14 Uhr in Crailsheim um den Einzug in das Halbfinale des Deutschen Fußballpokals.

Wie man besteht, bewiesen die Essenerinnen beim 3:0-Meisterschaftssieg beim TSV. Agolli wartet auf das Signal aus dem Krankenlager, wer denn auflaufen kann. Carina Chojnacki ist lädiert, Marlene Kowalik wankt. Linda Bresonik, Steffi Mpalaskas gleichfalls, dazu zählt Mandy Islacker, die Agolli in Freiburg nicht los ließ. "Das Cup-Match ist wichtiger."

Der ehemalige Krayer will sich nicht vorstellen, in Crailsheim nicht zu bestehen. "Jeder von uns will das Halbfinale", grimmt der Ex-Stürmer vor sich hin, "das ist doch für den Club so wichtig." Beispielsweise für die Personalplanung, die im Winter bereits forciert werden könnte, auch für die Konzepte im Sponsoring-Umfeld, man sprach mit der Victoria-Versicherung.

Autor: og

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