Die versammelte Dortmunder Journalistenschar staunte nicht schlecht, als bei der obligatorischen Pressekonferenz nach der Sommerpause auch BVB II-Linksverteidiger Marcel Schmelzer auf der Tribüne neben den Neuzugängen des Profi-Kaders stand.

BVB II: Schmelzers „Ausflug“ mit Vorbild Dede

„Schwerer als letzte Saison“

Matthias Dersch
15. Juli 2008, 09:14 Uhr

Die versammelte Dortmunder Journalistenschar staunte nicht schlecht, als bei der obligatorischen Pressekonferenz nach der Sommerpause auch BVB II-Linksverteidiger Marcel Schmelzer auf der Tribüne neben den Neuzugängen des Profi-Kaders stand.

„Ich habe Marcel schon in Mainz beobachtet und halte ihn für sehr talentiert“, adelte Jürgen Klopp damals den 20-Jährigen, der im vergangenen Sommer noch in eine unsichere Zukunft blickte.

„Ich wusste nicht, ob mein Vertrag hier verlängert wird und saß viel auf der Bank. Nur wenn Mehmet Akgün verletzt war, durfte ich mal spielen“, blickt der frühere Magdeburger auf die bislang härteste Zeit seiner noch jungen Karriere zurück. Die Wende brachte schließlich der Wechsel seines Konkurrenten zum niederländischen Club Willem II Tilburg, denn seitdem ist Schmelzer für Theo Schneider unverzichtbar auf der linken Defensivposition. Und so dürfte der Ausflug des Linksfuß zu den Profis auch nur ein temporärer sein, auch wenn der Youngster bislang einen starken Eindruck hinterlässt. Denn auf links trifft er auf fast schon überlebensgroße Konkurrenz: Leonardo Dede - ausgerechnet Schmelzers Vorbild.

„Mein Fokus liegt deshalb eindeutig auf der Regionalliga-Mannschaft, dort möchte ich gesund bleiben und möglichst viele Spiele absolvieren“, bleibt der Blondschopf, der sich derzeit im Trainingslager in Donaueschingen mit Mats Hummels ein Zimmer teilt, so auch auf dem Teppich und blickt mit gemischten Gefühlen der kommenden Spielzeit in der „Knochenmühle“ Regionalliga entgegen: „Viele denken, wir würden dort automatisch Erster oder Zweiter, aber wir treffen auf viele Mannschaften, die genau so sind wie wir: jung und spielerisch stark. Es wird schwerer als letzte Saison.“

Autor: Matthias Dersch

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