Das ist ein echter Knaller. Der 1.FFC Frankfurt verliert sein Nachholspiel in der Frauenbundesliga beim SC Freiburg sensationell mit 1:2. Im Fernduell mit Turbine Potsdam und dem FCR 2001 Duisburg ist jetzt richtig Pfeffer drin.

FCR: Frohlocken nach Frankfurt-Aussetzer - Herhaus: "Jetzt gilt es!"

og
29. März 2006, 19:40 Uhr

Das ist ein echter Knaller. Der 1.FFC Frankfurt verliert sein Nachholspiel in der Frauenbundesliga beim SC Freiburg sensationell mit 1:2. Im Fernduell mit Turbine Potsdam und dem FCR 2001 Duisburg ist jetzt richtig Pfeffer drin.

Das ist ein echter Knaller. Der 1.FFC Frankfurt verliert sein Nachholspiel in der Frauenbundesliga beim SC Freiburg sensationell mit 1:2. Im Fernduell mit Turbine Potsdam und dem FCR 2001 Duisburg ist jetzt richtig Pfeffer drin. "Ich habe noch am letzten Sonntag gesagt, dass sicher jetzt bald auch eines der oberen Teams schwächeln wird", bald Duisburgs Coach Dietmar Herhaus richtig vehement die Faust. Am Sonntag musste Herhaus noch die 1:2-Niederlage seiner Truppe gegen eben diesen 1.FFC Frankfurt kommentieren, was ihn und seine Auswahl das Ticket für das Berliner Pokalfinale am 29.April kostete. "Jetzt gilt es erst recht", macht der hauptberufliche Lehrer nachdrücklich deutlich, dass jetzt in der Frage nach dem deutschen Meistertitel richtig Gas gegeben wird. "Jetzt heißt es Attacke", muss sich der Familienvater keine großartigen Gedanken mehr machen, wie man die Motivation im Kader ganz weit oben halten kann. "Mensch, was finde ich das gut", klatscht Herhaus in die Hände. Einmal tritt der FCR noch in Potsdam an, den anderen großen Konkurrenten, der im Hinkampf im Homberger PCC-Stadion ein 0:0 mitnahm, die Turbine und das Team aus der Bankenmetropole treffen sogar noch zweimal aufeinander, das Match der Hinrunde wird noch nachgeholt, das Rückrundenduell folgt, bevor es dann zum großen Showdown kommen kann, wenn der FCR am 5.Juni die Mannschaft aus "Mainhattan" am letzten Spieltag empfängt. "Was besseres gibt es nicht", kündigt auch Duisburgs Boss Ferdi Seidelt an. In der Tat nicht. "Schon nach dem Halbfinale, das echte Werbung für den Frauenfußball war, haben wir ungemein viele Interessenten am Höhrer gehabt, wir treten jetzt endlich aus dem Schatten." Wohl war, Duisburg sollte das Team nachdrücklich für sich entdecken, schließlich würde eine mögliche Deutsche Meisterschaft der Fußballerinnen mehr als entschädigen, wenn die Herren des MSV Duisburg tatsächlich das Zeitliche in der Bundesliga segnen müssen. Ein spannendes Szenario, geradezu elektrisierend.
Sas sieht auch Ralf Agolli so, Trainer des Reviernachbarn SG Schönebeck, der mit seiner Kombo am Sonntag von den Frankfurterinnen in der Flughafenstadt zum Tanz gebeten wird. "Wenn sie gegen uns keinen Erfolg haben, dann ist der 1.FFC wirklich in der Krise." Gegen weitere Rückenstärkung des Pott-Mitstreiters hätte Agolli nichts. Seidelt und Herhaus erst recht nicht.

Autor: og

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